Wie BMW 1972 mit der Motorsport GmbH eine Rennsport-Legende gründete
BMW setzte in den frühen 1970er-Jahren einen Meilenstein im Motorsport, indem das Unternehmen eine eigene Rennsportabteilung gründete. 1972 wurde die BMW Motorsport GmbH ins Leben gerufen, um alle Wettbewerbsaktivitäten unter einem Dach zu bündeln. Dieser Schritt markierte den Beginn einer neuen Ära für BMWs Leistungs- und Rennsportambitionen.
Die Tochtergesellschaft nahm offiziell am 1. Mai 1972 ihren Betrieb auf. Robert A. Lutz, damals Vorstandsmitglied der BMW AG für Vertrieb, stellte die neue Abteilung vor. Als Geschäftsführer übernahm Jochen Neerpasch die Leitung – ein ehemaliger Porsche-Werksfahrer und Ex-Rennleiter von Ford.
Das Team richtete sich schnell in München ein und bezog ein 8.000 Quadratmeter großes Gelände an der Preußenstraße. Die BMW Motorsport GmbH warb bald Spitzenkräfte an, darunter die Fahrer Chris Amon, Toine Hezemans, Hans-Joachim Stuck und Dieter Quester.
Schon 1973 entwickelte die Abteilung Hochleistungsfahrzeuge, darunter einen 2002er mit 240 PS für Rallyes und einen 3,0 CSL Tourenwagen mit 360 PS. Die neue Sparte agierte im Rahmen der Gesamtstrategie von BMW unter der Führung von Eberhard von Kuenheim, die auch den Bau des ikonischen BMW-Vierzylinder-Hochhauses und die Gründung einer hauseigenen Sportabteilung umfasste.
Jahre später wurde das Unternehmen in BMW M GmbH umbenannt – ein Zeichen für die wachsende Ausrichtung auf Leistung und Motorsport-Ingenieurskunst. Die BMW Motorsport GmbH avancierte in den 1970er-Jahren zu einem Schlüsselfaktor für die Rennsporterfolge der Marke. Die frühe Arbeit der Abteilung legte den Grundstein für BMWs Zukunft im Hochleistungsbereich und unterstrich das Engagement des Unternehmens für Wettbewerb und Innovation auf der Rennstrecke.






