13 April 2026, 14:20

Wiesbadener Kommunalwahl: Neuauszählung ändert Machtverhältnisse im Stadtrat

Karte von Deutschland mit Bundesländern in Rot und Blau, um die Ergebnisse der Wahl von 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Wiesbadener Kommunalwahl: Neuauszählung ändert Machtverhältnisse im Stadtrat

Neuauszählung der Wiesbadener Kommunalwahl verändert Sitzverteilung im Stadtrat

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Eine Neuauszählung der Kommunalwahl in Wiesbaden hat die Sitzverteilung im Stadtrat verändert. Die Korrektur wurde notwendig, nachdem bei der Stimmenauszählung Fehler aufgetreten waren – einige Stimmzettel waren fälschlicherweise als ungültig gewertet worden. Die Verschiebung könnte nun Einfluss darauf haben, welche Parteien die nächste Stadtregierung bilden.

Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass zahlreiche Stimmen zu Unrecht für ungültig erklärt worden waren. Wähler hatten zwei Parteilien gleichzeitig angekreuzt und zusätzlich Einzelkandidaten gewählt – eine Praxis, die zu Verwirrung führte. Infolgedessen wurde die endgültige Sitzvergabe revidiert.

Die CDU verliert einen Sitz und kommt nun auf 21 statt zuvor 22 Mandate. Der CDU-Kandidat Martin Woitschell zieht damit nicht in den Stadtrat ein. Gleichzeitig erhält Lukas Haker von der Partei Die Partei einen Sitz im Gremium.

Die Sitzzahlen der anderen Parteien wurden bestätigt: Die SPD behält 18 Sitze, die Grünen 12, die AfD 10, die Linke 6 und die FDP 4. Kleinere Parteien wie Volt, Pro Auto, BSW, FWG, PdF, die Partei für Gerechtigkeit und die Freien Wähler erhalten jeweils einen Sitz. Die BLW bleibt hingegen ohne Vertretung.

Die Neuauszählung könnte auch Auswirkungen auf die Regierungsbildung haben. Die bisherige Koalition könnte ihre Mehrheit behalten – abhängig von den anstehenden Verhandlungen. Zudem könnte im Stadtbezirk Nordost eine Wiederholungswahl für einen Briefwahlbezirk notwendig werden, nachdem dort Unregelmäßigkeiten nicht abschließend geklärt werden konnten.

Die endgültigen Ergebnisse zeigen einen stärker zersplitterten Stadtrat mit Vertretern aus 14 Parteien. Der Verlust eines CDU-Sitzes zugunsten von Die Partei unterstreicht, wie kleine Fehler politische Machtverhältnisse verändern können. In den kommenden Wochen wird über das weitere Vorgehen im Wahlbezirk Nordost entschieden.

Quelle