28 April 2026, 18:33

Zoll deckt Mindestlohnverstöße bei bundesweiten Großkontrollen auf

Ein Schweißer in Schutzausrüstung arbeitet an einem Metallstück mit einer Schweißmaschine in einer industriellen Fabrikumgebung mit Zylindern und Rohren im Hintergrund.

Zoll deckt Mindestlohnverstöße bei bundesweiten Großkontrollen auf

Deutsche Zollbehörden führen großangelegte Kontrollen gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung durch

Die deutschen Zollbehörden haben eine bundesweite Großkontrolle durchgeführt, um nicht angemeldete Arbeit und illegale Beschäftigung zu bekämpfen. Im Fokus stand die Einhaltung des Mindestlohngesetzes, der derzeit bei 12,82 Euro pro Stunde liegt. Über 3.000 Zollmitarbeiter waren an den landesweiten Überprüfungen beteiligt, die sich gezielt auf Branchen mit erhöhtem Risiko konzentrierten.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) leitete die risikobasierten Stichprobenkontrollen und richtete ihr Augenmerk besonders auf Wirtschaftszweige mit häufigem Kundenkontakt. Dazu zählten die Gastronomie, das Beherbergungsgewerbe, Fahrdienste und ähnliche Bereiche. Die Prüfer suchten gezielt nach Verstößen wie falschen Lohnzahlungen oder manipulierten Arbeitszeitaufzeichnungen.

In Landshut befragten 46 Zollbeamte fast 100 Beschäftigte und sichteten über 20 Geschäftsdokumentationen. Dabei deckten sie Fälle auf, in denen Arbeitnehmer falsch eingestuft oder Arbeitszeiten unkorrekt erfasst worden waren. Vor Ort wurden acht Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz eingeleitet.

Nachfolgeermittlungen werden nun Gehaltsabrechnungen und Finanzunterlagen prüfen, um Beschäftigungsverhältnisse und korrekte Entlohnung zu überprüfen. Die FKS führt solche Kontrollaktionen regelmäßig – sowohl bundesweit als auch regional – durch, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung einzudämmen.

Zusätzlich veranstaltet der Zoll Informationsveranstaltungen für Unternehmen in Altdorf am 26. April 2025 und in Passau am 10. Mai 2025. Interessierte Betriebe können sich per E-Mail unter [email protected] anmelden.

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Die Kontrollen zeigten, dass in bestimmten Branchen weiterhin Probleme bei der Einhaltung des Mindestlohns bestehen. Unternehmen, die gegen die Vorschriften verstoßen, müssen mit Bußgeldern oder weiteren rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Behörden setzen ihre Überwachung in Risikobranchen fort, um Arbeitsgesetze durchzusetzen und die Rechte der Beschäftigten zu schützen.

Quelle