19 March 2026, 12:16

Zwei Geldkuriere im Münchner Millionenbetrug mit Love-Scamming verurteilt

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien monatlich Hunderte von Dollar kosten können.

Zwei Geldkuriere im Münchner Millionenbetrug mit Love-Scamming verurteilt

Zwei Männer aus Malaysia sind wegen ihrer Beteiligung an einem internationalen Anlagebetrug verurteilt worden. Die beiden fungierten als Geldkuriere in einem größeren Netzwerk, das Opfer dazu brachte, Tausende Euro zu überweisen. Ihre Festnahme erfolgte im Zuge einer Welle von Cyberhandelsbetrug, durch die Münchner Bürger im Jahr 2025 allein Schaden in Höhe von über 50 Millionen Euro erlitten.

Annis B. (47) und Zong C. (33) wurden im August 2025 in Gewahrsam genommen, nachdem Ermittler sie mit einer Betrügerbande in Verbindung brachten. Die Gruppe nutzte gefälschte Online-Handelsplattformen, um Opfer zur Geldanlage zu bewegen – oft nahmen die Täter zunächst über Dating-Portale oder soziale Medien Kontakt auf, eine Masche, die als "Love Scamming" bekannt ist. Sobald Vertrauen aufgebaut war, wurden die Opfer per WhatsApp auf scheinbare Handelsplattformen gelockt, die falsche Renditen vortäuschten, um sie zu weiteren Überweisungen zu drängen.

Die Staatsanwaltschaft bezeichnete die beiden Männer als zentrale Figuren in einem organisierten kriminellen Netzwerk. Zwar betrieben sie die Plattformen nicht selbst, doch ihre Rolle beim Transfer gestohlener Gelder machte sie zu unverzichtbaren Rädchen im System. Allein in Bayern wurden bereits über 350 ähnliche Fälle im Zusammenhang mit mehr als 30 betrügerischen Plattformen untersucht, wobei der Gesamtschaden 34 Millionen Euro übersteigt. Bundesweite Zahlen für 2025 liegen jedoch noch nicht vor.

Während des Prozesses gestanden beide Angeklagten ihre Beteiligung ein, konzentrierten sich in ihren Aussagen jedoch eher auf persönliche Reue als auf das angerichtete Leid. Das Gericht verurteilte C. zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe, während B. drei Jahre und acht Monate Haft erhielt. Ihre Taten trugen zu einem Einzelfall in München bei, bei dem Opfer 93.400 Euro verloren.

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Die Verurteilungen unterstreichen die wachsende Bedrohung durch Cyberhandelsbetrug, bei dem Kriminelle Vertrauen ausnutzen und gefälschte Plattformen einsetzen, um hohe Summen zu erbeuten. Da allein in München für 2025 Schäden von über 50 Millionen Euro gemeldet wurden, ermitteln die Behörden weiterhin gegen ähnliche Machenschaften in ganz Deutschland. Der Fall zeigt zudem, wie entscheidend Geldkuriere für die Funktionsweise solcher Betrugsstrukturen sind.

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