ADAC-Präsident fordert höhere Benzinpreise – Mitglieder empören sich massiv

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Eine Straße mit Fahrzeugen und Text auf einem Präsentationsfolie.

ADAC-Präsident fordert höhere Benzinpreise – Mitglieder empören sich massiv

Ein hochrangiger Vertreter des größten deutschen Automobilclubs hat mit der Forderung nach höheren Benzinpreisen für Aufsehen gesorgt. Gerhard Hillebrand, Präsident für Verkehr beim ADAC, erntete scharfe Kritik von Mitgliedern, von denen einige aus Protest angeblich ihre Mitgliedschaft kündigten. Die Organisation distanzierte sich später von seinen Äußerungen und behauptete, diese seien falsch dargestellt worden.

In einem kürzlichen Interview hatte Hillebrand argumentiert, dass eine Erhöhung der Preise für Benzin und Diesel helfen könnte, den Klimawandel zu bekämpfen. Eine solche Maßnahme sei jedoch nur sinnvoll, wenn bezahlbare Alternativen – etwa Elektroautos oder umweltfreundlichere Kraftstoffe – flächendeckend verfügbar seien. Um die Belastung für Verbraucher abzufedern, schlug er zudem vor, die Stromsteuer für Haushalte zu senken und alternative Kraftstoffe günstiger anzubieten.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. In sozialen Medien und unter ADAC-Mitgliedern wurde dem Club vorgeworfen, Autofahrer zu verraten – insbesondere die 90 Prozent der 22 Millionen Mitglieder, die auf Benzin- oder Dieselwagen angewiesen sind. Es gab Berichte über einen "Massenexodus", mit Behauptungen von bis zu 15.000 Kündigungen, doch offizielle Zahlen stehen aus. Der ADAC hat bisher nicht auf Anfragen nach genauen Angaben reagiert. Stattdessen schickte die Organisation einen Brief an die Mitglieder, in dem sie betonte, Hillebrands Worte seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Zudem werde seine persönliche Meinung nicht die offizielle Position des Clubs widerspiegeln.

Unterdessen zeigten Migrationsdaten des Statistischen Bundesamts keinen ungewöhnlichen Anstieg bei Wegzügen aus Deutschland: Die jährlichen Abwanderungszahlen für 2024 lagen bei rund 1,3 Millionen Menschen, größtenteils ausländische Staatsbürger, die in ihre Heimatländer zurückkehrten.

Nun steht der ADAC vor der Herausforderung, das Vertrauen seiner Mitglieder nach dem Eklat zurückzugewinnen. Hillebrands Forderung nach teurerem Benzin – verbunden mit seinem Plädoyer für günstigere Alternativen – hat bei vielen Autofahrern Zweifel an der Ausrichtung des Clubs geweckt. Ob die gemeldeten Kündigungen weiter zunehmen, bleibt ungewiss, da der Verband keine aktualisierten Zahlen veröffentlicht hat.

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