Aktionswoche Schuldenberatung zeigt: P-Konto-Schutz funktioniert oft nicht wie geplant
Niklas MeyerAktionswoche Schuldenberatung zeigt: P-Konto-Schutz funktioniert oft nicht wie geplant
Aktionswoche Schuldenberatung findet vom 15. bis 19. Juni statt – mit Fokus auf Probleme beim Zugang zu Geldern auf dem P-Konto
Vom 15. bis 19. Juni steht die Aktionswoche Schuldenberatung unter dem Zeichen der Herausforderungen, die entstehen, wenn ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) nicht wie vorgesehen funktioniert. Die von der Schulden- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth organisierte Veranstaltung will auf die Probleme aufmerksam machen, die mit geschützten Girokonten in Deutschland verbunden sind.
Ein P-Konto soll sicherstellen, dass Schuldner:innen auch bei einer Kontopfändung über einen grundlegenden Betrag verfügen können. Der gesetzlich geschützte Freibetrag liegt derzeit bei 1.560 Euro pro Kalendermonat. Jede:r Inhaber:in eines Girokontos in Deutschland kann die Umwandlung in ein P-Konto beantragen – selbst wenn das Konto überzogen ist.
Doch es gibt Hürden: Wie die Diakonie Fürth berichtet, wenden Banken die gesetzlichen Schutzregelungen nicht immer korrekt an. Besonders problematisch sind Gemeinschaftskonten, die sich nicht ohne Weiteres in ein P-Konto umwandeln lassen – was Paare vor Schwierigkeiten stellt, wenn nur ein Partner verschuldet ist.
Wer ein P-Konto nutzt, sollte laufende Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gläubiger:innen genau prüfen und sicherstellen, dass genug Mittel für den Lebensunterhalt verbleiben. Die Umstellung auf ein P-Konto darf bestehende Vertragsbedingungen wie Kontoführungsgebühren oder den Zugang zur Debitkarte nicht verändern.
In Deutschland kommt es monatlich zu 300.000 bis 350.000 Kontopfändungen. Das P-Konto-System bietet Betroffenen einen wichtigen finanziellen Schutz. Die Aktionswoche Schuldenberatung will auf anhaltende Probleme hinweisen und den Zugang zu geschützten Geldern verbessern.






