Alkoholverbot für 14- und 15-Jährige: Priens radikaler Plan gegen Jugendsucht
Mia SchmittAlkoholverbot für 14- und 15-Jährige: Priens radikaler Plan gegen Jugendsucht
Bundesfamilienministerin Karin Prien hat einen Vorschlag für ein Verbot des kontrollierten Alkoholkonsums für 14- und 15-Jährige vorgelegt. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die steigenden Suchtraten unter Jugendlichen einzudämmen, indem eine Ausnahme im Jugendschutzgesetz gestrichen wird. Derzeit dürfen Jugendliche dieser Altersgruppe Bier, Wein oder Sekt in Begleitung ihrer Eltern trinken.
Der geplante Gesetzesänderung geht Jahre wachsender Besorgnis über den Alkoholkonsum von Jugendlichen voraus. Zwischen 2021 und 2026 verschärfte sich die öffentliche Debatte, da Gesundheitsbehörden und Medien auf Risiken wie Entwicklungsstörungen des Gehirns und Suchtgefahren hinwiesen. Studien des Deutschen Zentrums für Suchtfragen (DZSU) sowie Daten des Robert Koch-Instituts zeigten einen Anstieg der akuten Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen um 20 Prozent.
Das Ministerium warnt, dass früher Alkoholkonsum zu langfristigen Gesundheitsproblemen, gewalttätigem Verhalten und Vernachlässigung führen kann. Die Novelle ist Teil einer umfassenderen Reform der Kinder- und Jugendhilfegesetze. Präventive Maßnahmen gelten als entscheidend, um junge Menschen vor Alltagssüchten zu schützen.
Der Entwurf wird derzeit mit Beteiligten beraten. Bei Zustimmung soll er noch vor Jahresende dem Bundestag zur endgültigen Abstimmung vorgelegt werden. Die geplante Gesetzesänderung würde die bestehende Ausnahme streichen, die es 14- und 15-Jährigen erlaubt, in Gegenwart der Eltern Alkohol zu trinken. Behörden betonen die Notwendigkeit strengerer Regeln, um Suchtrisiken einzudämmen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Bundestag, wo voraussichtlich noch vor 2027 abgestimmt wird.






