Audi und Volvo revolutionieren ihre Lieferketten für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit
Tim KellerAudi und Volvo revolutionieren ihre Lieferketten für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit
Die Automobilindustrie beschleunigt ihre Produktions- und Lieferprozesse. Die Elektrifizierung, die Herstellung von Lithium-Batterien und Nachhaltigkeitsziele treiben diesen Wandel voran. Große Automobilhersteller wie Audi und Volvo passen ihre Lieferketten an, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.
Audi hat mehrere Änderungen vorgenommen, um die Effizienz seiner Lieferkette zu steigern. Das Unternehmen plant die Produktion nun wöchentlich statt monatlich – eine Maßnahme, die durch die Halbleiterkrise ausgelöst wurde. Zudem setzt es digitale Werkzeuge und ein verbessertes Datenmanagement ein, um mit der wachsenden Komplexität Schritt zu halten.
Beim Ingolstädter Hersteller arbeitet das Lieferketten-Team eng mit der Entwicklung bei jedem neuen Produkt zusammen. Dazu gehört auch die Abstimmung mit dem Einkauf für Beschaffung und Lokalisierung. Die Marke kooperiert zudem stärker mit der VW Group Logistics, um Synergien zu nutzen, und wendet im Werk Zwickau das „One-for-all“-Prinzip an.
Audi hat die eingehende Logistik für seine Marken, darunter Bentley und Lamborghini, standardisiert und setzt in Europa auf den Schienentransport, um bessere Synergieeffekte zu erzielen. Das Unternehmen expandiert zudem: Am Standort Győr in Ungarn soll ein Cupra-Modell vom Band rollen, und ein neues Werk in China – gebaut mit einem Joint-Venture-Partner – übernimmt erweiterte Logistikplanungsaufgaben.
Volvo Cars hat sein Planungsteam enger in das Gesamtunternehmen integriert, was schnellere Entscheidungen und eine bessere globale Transparenz ermöglicht. Der schwedische Autohersteller beschleunigt zudem seine Entwicklungsprogramme und berücksichtigt bereits in der Produktgestaltung Logistikeffizienz und Kosten.
Diese Veränderungen spiegeln den Branchen-Trend zu schnellerer und effizienterer Produktion wider. Audis wöchentliche Planung, digitale Lösungen und die engere Zusammenarbeit mit der VW Group Logistics zielen darauf ab, die Abläufe zu optimieren. Volvos integrierter Ansatz und der Fokus auf Logistik in der Entwicklung zeigen ein ähnliches Engagement, um den Herausforderungen der modernen Fertigung zu begegnen.






