Bayerische Städte zweifeln an BMW- und Audi-Diesel-Nachrüstplänen für bessere Luft
Mia SchmittBayerische Städte zweifeln an BMW- und Audi-Diesel-Nachrüstplänen für bessere Luft
Bayerische Großstädte kritisieren Nachrüstpläne für Diesel von BMW und Audi
Die großen Städte Bayerns haben Bedenken gegen die von BMW und Audi vorgeschlagenen Nachrüstprogramme für Diesel-Fahrzeuge geäußert. Vertreter der Kommunen argumentieren, die Maßnahmen reichen nicht aus, um die drängenden Probleme der Luftqualität zu lösen. Ulrich Maly, Präsident des Bayerischen Städtetags, kritisierte den zögerlichen Fortschritt und die noch ungeklärten Details des Vorhabens.
Erst kürzlich hatten Audi und BMW zugesagt, die Hälfte ihrer in Deutschland zugelassenen Diesel-Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 nachzurüsten. Ziel der Initiative ist es, die Emissionen zu senken und die Luft in den Städten zu verbessern. Maly warnte jedoch, dass die Umrüstungen möglicherweise nicht schnell genug den gesetzlichen Vorgaben entsprechen werden.
Zwar begrüßte er das Engagement der Automobilhersteller, betonte aber, dass die tatsächlichen Emissionswerte längst den beworbenen Angaben entsprechen müssten. Zudem forderte er zusätzliche staatliche Mittel, um Busflotten mit umweltfreundlicher Technologie zu modernisieren. Sollte sich die Luftqualität nicht verbessern, könnten Gerichte notfalls Fahrverbote verhängen.
Maly machte deutlich, dass Städte und Bürger nicht für die Versäumnisse der Autoindustrie aufkommen dürften. Viele zentrale Punkte des Nachrüstplans seien noch unklar – was die Unsicherheit weiter verstärke. Zwar könnten die geplanten Umrüstungen die Emissionen verringern, doch ob sie die Luftqualitätsprobleme rechtzeitig lösen, stehe in den Sternen.
Die Kommunen pochen weiterhin auf entschlossenere Maßnahmen und finanzielle Unterstützung. Ohne schnellere Fortschritte könnten Fahrbeschränkungen als letztes Mittel eingeführt werden.
