Bayern investiert 8,46 Millionen Euro in die Zukunft der Geothermie-Forschung
Claudia SchmitzBayern investiert 8,46 Millionen Euro in die Zukunft der Geothermie-Forschung
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat die Förderung für die Geothermie-Allianz Bayern, ein Forschungsverbund aus fünf Universitäten, verlängert. Das Konsortium erhält 8,46 Millionen Euro, um in den nächsten vier Jahren innovative Lösungen für die Geothermie zu entwickeln. Die Universität Bayreuth (UBT) bleibt ein zentraler Partner und konzentriert sich auf Anlagenbau und Systemoptimierung.
Ziel der Allianz ist es, Enhanced-Geothermal-Systems (EGS) durch strukturierte Forschung zu verbessern. Ab 2025 werden die Arbeiten in Teilprojekte untergliedert, die geologische Erkundung, Reservoirmodellierung, die Reduzierung seismischer Risiken, Systemoptimierung sowie flexible Anlagentechnik abdecken.
Das Zentrum für Energietechnik (ZET) der UBT übernimmt dabei die Federführung bei der Integration großskaliger Wärmepumpen in geothermische Systeme. Dieser Ansatz umgeht teure Tiefbohrungen, indem er das Potenzial mitteltiefer Geothermie erschließt. Eine aktuelle ZET-Studie bestätigt, dass die Kombination von Wärmepumpen mit Fernwärmenetzen die thermische Kapazität effizient und kostengünstig erweitern kann.
Die Forschung der Allianz umfasst zudem Lebenszyklusanalysen und Systemflexibilität. Damit werden sowohl die wirtschaftliche Tragfähigkeit als auch die ökologische Nachhaltigkeit im Geothermie-Sektor gestärkt.
Die verlängerte Förderung sichert der UBT für weitere vier Jahre eine Beteiligung – die Universität erhält davon 500.000 Euro. Die Arbeit der Allianz wird die Geothermie-Technologie vorantreiben und sie anpassungsfähiger sowie kosteneffizienter machen. Die Gesamtinvestition von 8,46 Millionen Euro unterstreicht Bayerns Engagement für den Ausbau sauberer Energielösungen.






