24 March 2026, 10:15

Bayern will Netzanschlüsse mit Reformen radikal beschleunigen – doch der Stau bleibt riesig

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bayern will Netzanschlüsse mit Reformen radikal beschleunigen – doch der Stau bleibt riesig

Bayern drängt auf grundlegende Reformen, um Netzanschlüsse zu beschleunigen – die Wartezeiten werden immer länger

Mit einem Stau von 500 Gigawatt an ausstehenden Anträgen – weit mehr, als tatsächlich benötigt wird – warnen Behörden, dass das aktuelle Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" dringende Projekte ausbremst. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat kürzlich einen Gipfel einberufen, um die wachsende Überlastung zu bewältigen.

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Beim "Bayerischen Netzgipfel" diskutierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft Lösungen, um Engpässe im Stromnetz zu entschärfen. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kritisierte die geltenden Regeln scharf: Diese begünstigten seiner Meinung nach Batteriespeicherprojekte auf Kosten wichtiger Infrastruktur wie Gaskraftwerken, Fabriken und Rechenzentren, die dadurch unnötig verzögert würden.

Bayern und Niedersachsen haben nun gemeinsam einen Antrag gestellt, um Batteriespeicher von der KraftNAV-Verordnung ausnehmen zu lassen. Damit soll Platz für andere dringende Anschlussgesuche geschaffen werden. Parallel dazu legte der Freistaat einen 11-Punkte-Plan vor, der unter anderem den Verzicht auf formelle Planunterlagen und schnellere Artenschutzprüfungen vorsieht, um Genehmigungen zu beschleunigen.

Doch der Rückstau bleibt enorm: Die Anträge übersteigen den künftigen Bedarf bei Weitem. Als Gegenmaßnahme will Bayern nun große Energieverbraucher – insbesondere Rechenzentren – in der Anschlusswarteschlange priorisieren.

Die vorgeschlagenen Änderungen könnten die Vergabe von Netzanschlüssen in ganz Deutschland neu ordnen. Wird der Plan umgesetzt, würden Batteriespeicherprojekte andere Antragsteller nicht mehr blockieren, während beschleunigte Rechtsverfahren die Genehmigungszeiten um Jahre verkürzen könnten. Die Bundesregierung prüft derzeit den bayerischen 11-Punkte-Beschleunigungsplan.

Quelle