Bayerns Bahnverkehr 2025: Warum die Züge kaum noch pünktlich sind
Bayerns Bahnverkehr kämpft 2025 mit massiven Verspätungen
Die Pünktlichkeit im bayerischen Schienenverkehr ist 2025 deutlich eingebrochen: Im Regionalverkehr lag sie bei nur noch 84,9 % – der niedrigste Wert seit Jahren –, während Fernzüge lediglich 60,1 % erreichten. Damit hat sich die Situation im Vergleich zum Spitzenwert von 94,1 % im Jahr 2020 drastisch verschlechtert.
Die Folgen sind gravierend: Zugausfälle, überfüllte Bahnhöfe und überlastete Wagen gehören mittlerweile zum Alltag. Versäumte Anschlüsse und kurzfristige Fahrplanänderungen verstärken die Verärgerung der Fahrgäste zusätzlich.
Fast die Hälfte aller Verspätungen geht auf Infrastrukturprobleme und laufende Bauarbeiten zurück. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sieht darin einen Beleg für tiefgreifende strukturelle Mängel im bayerischen Schienennetz. Die GDL betont, dass zunächst die bestehenden Defizite behoben werden müssten, bevor eine weitere Ausweitung des Angebots in Angriff genommen werde.
Zwar befürwortet die Gewerkschaft die Modernisierung des Netzes, fordert aber realistische Bauzeitpläne. Zudem müsse die Informationspolitik für Fahrgäste verbessert werden, um ihnen die Bewältigung der anhaltenden Störungen zu erleichtern.
Die aktuellen Zahlen bestätigen einen kontinuierlichen Rückgang der Pünktlichkeit im bayerischen Schienenverkehr. Infrastrukturdefekte und Bauverzögerungen bleiben die Hauptursachen. Die Behebung dieser Probleme ist nun entscheidend, um die Zuverlässigkeit des Dienstes wiederherzustellen.






