28 March 2026, 12:17

Bayerns Lehrlingskrise verschärft sich: Metallbranche leidet am stärksten

Altes Buch mit einer detaillierten Karte von Bayern auf dem Cover vor einem schwarzen Hintergrund.

Bayerns Lehrlingskrise verschärft sich: Metallbranche leidet am stärksten

Lehrlingszahlen in Bayern gehen erneut zurück – Metall- und Elektroindustrie besonders betroffen

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Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in Bayern ist erneut gesunken, wobei die Metall- und Elektroindustrie am stärksten betroffen ist. Bis September 2022 gingen die Neuabschlüsse in allen Branchen um 1,1 Prozent auf rund 85.000 zurück. Arbeitgeber warnen nun vor einem noch deutlicherem Rückgang in diesem Jahr – um voraussichtlich etwa acht Prozent – bedingt durch wirtschaftliche Schwierigkeiten und demografische Veränderungen.

Besonders stark war der Einbruch 2021 im Metall- und Elektrobereich, wo die Verträge um fast 11 Prozent auf knapp 14.000 sanken. Dieser Trend steht im Gegensatz zum Handwerk, wo der Rückgang deutlich geringer ausfiel. Zwar sind große Unternehmen wie Siemens, BMW und Audi in der Region ansässig, doch selbst ihre Präsenz konnte den Abwärtstrend nicht umkehren.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Bayme und vbm, wies Vorwürfe zurück, Unternehmen würden sich bei der Ausbildung zurückhalten. Stattdessen verwies er auf strukturelle Probleme: Fast die Hälfte der Betriebe erhielt zu wenige Bewerbungen, bei weiteren 49,4 Prozent fehlten den Kandidaten grundlegende Qualifikationen. Zudem kritisierte er die hohen Betriebskosten in Deutschland und forderte die Bundesregierung auf, angekündigte Reformen zügig umzusetzen.

Wirtschaftliche Schwäche und eine alternde Belegschaft bleiben die größten Hindernisse. Da immer weniger junge Menschen eine Ausbildung beginnen, befürchten Arbeitgeber, dass sich die Kluft zwischen Nachfrage und Angebot weiter vergrößert.

Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass der bayerische Ausbildungsmarkt weiterhin unter Druck steht. Ein prognostizierter Rückgang um acht Prozent in diesem Jahr würde die Herausforderungen für Branchen verschärfen, die bereits jetzt Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen. Unternehmen drängen weiterhin auf politische Maßnahmen, um die Rekrutierung und Ausbildung zu erleichtern.

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