Hessen kämpft für Rückkehr historischer Kfz-Kennzeichen auf Deutschlands Straßen
Niklas MeyerHessen kämpft für Rückkehr historischer Kfz-Kennzeichen auf Deutschlands Straßen
Hessen setzt sich für weniger Einschränkungen bei Kfz-Kennzeichen ein, um die regionale Identität zu stärken. Das Bundesland brachte kürzlich im Bundesrat einen Vorschlag ein, der mehr Flexibilität bei der Vergabe dieser Kürzel durch die Landkreise und Städte fordert. Damit könnten noch mehr historische Kennzeichen auf Deutschlands Straßen zurückkehren.
Der Bundesrat verabschiedete am 6. März 2026 eine Entschließung, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, die aktuellen Regelungen zu lockern. Hessen trieb die Initiative voran, doch bisher hat sich kein anderes Bundesland öffentlich hinter den Vorschlag gestellt. Die Entschließung selbst erfordert keine sofortige Umsetzung, da es keine gesetzliche Frist für eine Entscheidung gibt.
Seit 2012 dürfen Landkreise und Städte in Deutschland alte Kfz-Kennzeichen, die sogenannten Altkennzeichen, wieder einführen. Bisher wurden über 330 dieser historischen Kürzel wieder zugelassen – viele davon in Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern, was die lokale Identität stärkt.
Nach den geltenden Regeln muss vor der Vergabe eines neuen Kennzeichens ein neuer Zulassungsbezirk eingerichtet werden. Die Reform von 2012 hatte den Regionen bereits mehr Spielraum eingeräumt, doch Hessens aktueller Vorstoß zielt darauf ab, weitere Hürden abzubauen.
Die Entschließung des Bundesrats geht nun an die Bundesregierung zur Prüfung. Bei einer Zustimmung könnten Landkreise und Städte künftig noch leichter historische Kennzeichen wieder einführen. Der weitere Prozess liegt in den Händen der Politik – ein konkreter Zeitplan für eine Entscheidung steht jedoch noch aus.






