Bayerns revolutionäres Rechenzentrum: Klimaneutralität durch Solarstrom und Gemüseanbau
Claudia SchmitzBayerns revolutionäres Rechenzentrum: Klimaneutralität durch Solarstrom und Gemüseanbau
In Bayern entsteht ein neues klimaneutrales Rechenzentrum
Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Bayerischen Staatsministerium für Digitales und der Universität Passau. Es soll Maßstäbe für eine nachhaltige IT-Infrastruktur in Deutschland setzen.
Deutsche Rechenzentren verbrauchten 2020 rund 16 Milliarden Kilowattstunden Energie – ein deutlicher Anstieg gegenüber 10 Milliarden im Jahr 2010. Das neue Bayerische Grüne Rechenzentrum will diesem Wachstum mit einem Betrieb begegnen, der primär auf erneuerbare Energien aus einer Photovoltaikanlage setzt.
Darüber hinaus nutzt die Anlage die Abwärme für urbanes Gärtnern: Ein angeschlossenes Gewächshaus verwendet die Wärme, um Pflanzen zu kultivieren, die CO₂ binden, und unterstützt so die intelligente Stadtlandwirtschaft. Forscher untersuchen zudem, wie sich CO₂-Emissionen durch ein cleveres Lastmanagement für KI-Server weiter reduzieren lassen.
Die Universität Passau bringt Expertise in nachhaltigen Heiz-, Kühl- und Lüftungssystemen ein. Das Vorhaben auf dem Campus passt zu Bayerns Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden. Der Freistaat hofft, dass dieses Modell ähnliche Initiativen in ganz Deutschland anstoßen wird.
Das Bayerische Grüne Rechenzentrum ist nicht nur klimaneutral konzipiert, sondern könnte sogar klimapositiv wirken. Es dient als Blaupause für künftige Rechenzentren in der Region. Die Initiative verbindet erneuerbare Energien, Abwärmenutzung und innovative Forschung, um die Umweltbelastung zu verringern.






