Bayerns Torwartkrise und der historische Aufstieg von Filip Pavić
FC Bayern München stand vor der Champions-League-Partie gegen Atalanta Bergamo vor einer schweren Torwartkrise. Sowohl Manuel Neuer als auch Ersatzkeeper Sven Ulreich fielen verletzungsbedingt aus, sodass der Verein kurz davorstand, einen 16-jährigen Nachwuchsspieler aus der Akademie in die Bresche springen zu lassen. Gleichzeitig schrieb der junge Mittelfeldspieler Filip Pavić Geschichte: Er wurde zum ersten Kroaten in Bayerns Profikader – und zugleich zum ersten Spieler des Jahrgangs 2010, der es dorthin schaffte.
Die Probleme begannen, als Stammtorhüter Manuel Neuer verletzungsbedingt ausfiel. Sein Vertreter Sven Ulreich riss sich daraufhin den Adduktor, sodass Bayern mit Jonas Urbig nur noch einen einsatzfähigen Profitorwart hatte – und selbst dessen Verfügbarkeit war bis zuletzt ungewiss, da er kurz zuvor eine Gehirnerschütterung erlitten hatte. Wäre er nicht rechtzeitig fit geworden, hätte der 16-jährige Leonard Prescott sein Debüt im Herrenbereich geben müssen.
Doch die Personalsorgen betrafen nicht nur die Torhüterposition. Das Spiel selbst bot jedoch einen Lichtblick für die Nachwuchsarbeit des Vereins: Filip Pavić, erst 16 Jahre alt, stand erstmals im Kader der Profimannschaft. Bei einer 4:0-Führung in der 72. Minute wurde er eingewechselt und feierte damit sein Wettkampfdebüt. Damit wurde er zugleich zum ersten Kroaten, der Bayern in einem Bundesliga- oder Champions-League-Spiel repräsentierte.
Seit seinem Einsatz im Oktober 2024 setzte Pavić seinen Aufstieg fort. In der Saison 2024/25 kam er auf zwölf Einsätze für die erste Mannschaft und steuerte zwei Vorlagen bei. Im Juli 2025 folgte eine Vertragsverlängerung bis 2028. In der aktuellen Spielzeit 2025/26 hat er sich längst als Stammspieler etabliert: Bis März 2026 verbuchte er in 25 Partien fünf Tore und acht Assists.
Atalanta hingegen ging mit einer rotierten Startelf in die Partie. Trainer Vincent Kompany nahm an mehreren Positionen Änderungen vor, doch am Ende musste sein Team eine deutliche Niederlage hinnehmen.
Letztlich überstand der FC Bayern die Torwartkrise dank der spät erfolgten Genesung von Jonas Urbig. Das Spiel markierte zudem den Durchbruch von Filip Pavić, der sich seitdem zu einer Schlüsselfigur im Team entwickelt hat. Sein rasanter Aufstieg unterstreicht Bayerns Fähigkeit, junge Talente erfolgreich in die erste Mannschaft zu integrieren.






