31 May 2026, 10:11

Betrug bei Online-Kleinanzeigen: Diese Tricks sollten Sie kennen

Fake Payment, Sob Story, Phishing: Wie man Betrug auf Kleinanzeigen erkennt

Betrug bei Online-Kleinanzeigen: Diese Tricks sollten Sie kennen

Online-Kleinanzeigen bleiben für Millionen Menschen in Deutschland eine beliebte Möglichkeit, Alltagsgegenstände zu kaufen und zu verkaufen. Die Plattform, die früher unter dem Namen eBay Kleinanzeigen bekannt war und heute zur Adevinta Group gehört, verzeichnet über 35 Millionen monatliche Nutzer. Doch neben dem riesigen Angebot von mehr als 50 Millionen aktiven Anzeigen bleibt Betrug ein hartnäckiges Problem.

Betrüger auf der Plattform setzen verschiedene Tricks ein, um sowohl Käufer als auch Verkäufer zu täuschen. Eine gängige Masche besteht darin, gefragte Waren zu ungewöhnlich niedrigen Preisen anzubieten. Sobald ein Opfer Interesse zeigt, besteht der Betrüger auf eine Vorabzahlung per Überweisung oder mit Geschenkkarten – Zahlungsmethoden, die keine Rückverfolgungsmöglichkeit bieten, falls die Ware nie ankommt.

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Ein weiteres häufiges Betrugsschema dreht sich um gefälschte Zahlungen. Ein unehrlicher Käufer behauptet, das Geld bereits überwiesen zu haben, und drängt den Verkäufer, die Ware umgehend zu versenden. Oft schicken sie einen Link zu einer täuschend echten, aber falschen „Käuferschutz“- oder Zahlungsseite, die darauf abzielt, persönliche und finanzielle Daten abzugreifen.

Manche Betrüger spinnen emotionale Geschichten, um ihre Opfer zu manipulieren. Indem sie von persönlichen Schicksalsschlägen erzählen, drängen sie auf überstürzte Transaktionen oder ungewöhnliche Zahlungsbedingungen. Andere erfinden fiktive Kurierdienste, Abholservices oder vermeintlich neutrale Drittparteien, um das Geschäft von der Plattform wegzuverlagern – wo die Kontrolle begrenzt ist.

Zunehmend verbreitet ist auch das sogenannte Dreiecksbetrugs-Modell. Hier bietet ein Verkäufer Ware an, die er gar nicht besitzt, oft unter gestohlener Identität oder mit gefälschten Anzeigen. Das Opfer, das den Handel für seriös hält, wird unbewusst Teil des Betrugs, sobald es zahlt oder die Ware aushändigt.

Die schiere Größe der Plattform – mit Millionen Nutzern täglich und zehntausenden Anzeigen – schafft sowohl Raum für ehrliche Geschäfte als auch für betrügerische Machenschaften. Behörden und der Betreiber selbst warnen weiterhin vor Phishing-Links, falschen Vermittlern und psychologischem Druck. Wer sich in Online-Kleinanzeigen bewegt, sollte stets wachsam bleiben.

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