27 April 2026, 08:15

BMW baut europäische Batterieproduktion mit Pilotwerk in Parsdorf massiv aus

Großes BMW-Hauptquartier-Gebäude in Frankfurt, Deutschland, mit Glaswänden, Text an der Fassade, Menschen vor dem Gebäude und einem Baum links.

BMW baut europäische Batterieproduktion mit Pilotwerk in Parsdorf massiv aus

BMW baut Batterieproduktion in Europa aus: Neues Pilotwerk in Parsdorf bei München

BMW erweitert seine Batteriefertigung in Europa mit einem neuen Pilotwerk im bayerischen Parsdorf bei München. Die Anlage soll die Bemühungen des Konzerns unterstützen, die Lieferketten zu regionalisieren und die Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern zu verringern. Der Schritt erfolgt im Vorfeld der Markteinführung der nächsten Generation elektrischer Fahrzeuge unter der Modellreihe Neue Klasse, die ab 2025 an den Start geht.

Das neu gegründete Cell Manufacturing Competence Centre (CMCC) wird zylindrische Batteriezellen für die kommenden Modelle der Neuen Klasse produzieren. Diese versprechen im Vergleich zu den aktuellen Versionen eine um 20 Prozent höhere Energiedichte, 30 Prozent schnellere Ladezeiten und eine um 30 Prozent gesteigerte Reichweite. Das Werk wird eng mit dem bestehenden Battery Cell Competence Centre (BCCC) von BMW zusammenarbeiten, um Fertigungstechniken zu optimieren und die Effizienz in der Großserienproduktion zu steigern.

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Das mit 170 Millionen Euro (rund 180 Millionen US-Dollar) veranschlagte Projekt erhält Fördergelder von der Bundesregierung, den bayerischen Landesbehörden und der EU. BMW strebt an, mit dem CMCC die Zellenfertigung zu standardisieren, die Qualität zu verbessern und die Kosten zu senken – bei gleichzeitiger Einhaltung strengerer Umweltauflagen. Das Zentrum soll dem Unternehmen zudem helfen, sich in einem komplexen globalen Regulierungsumfeld und angesichts technologischer Umbrüche in der Batterieproduktion zu behaupten.

Neben dem Standort Parsdorf entsteht in Straßkirchen und Irlbach in Niederbayern eine weitere Anlage, in der jährlich 600.000 Batteriepacks montiert werden sollen. Diese Expansion ist Teil der BMW-Strategie, die Produktion geografisch breiter aufzustellen und weniger abhängig von China zu machen, während gleichzeitig Lieferketten in Europa und anderen Schlüsselmärkten gesichert werden. Der Konzern pflegt zwar weiterhin Partnerschaften mit großen asiatischen Zulieferern wie CATL und Samsung SDI, setzt aber zunehmend auf lokale Bezugsquellen, wo er die Fertigung ausbaut.

Die neuen Standorte stärken BMWs Fähigkeit, Hochleistungsbatterien in Europa herzustellen. Ab 2025 wird das Werk in Parsdorf Zellen für die Elektrofahrzeuge der Neuen Klasse liefern, während der Standort Straßkirchen die Produktion von Batteriepacks vorantreibt. Mit diesen Investitionen will BMW seine Lieferketten langfristig widerstandsfähiger und nachhaltiger gestalten.

Quelle