30 April 2026, 00:28

BMW setzt auf Blockchain: Von Lieferketten bis zum digitalen Fahrzeugpass

Eine Person in einem Helm fährt ein BMW M3 GT3 Rennauto auf einer von Gras und einem Maschendrahtzaun umgebenen Strecke.

BMW setzt auf Blockchain: Von Lieferketten bis zum digitalen Fahrzeugpass

BMW testet Blockchain-Technologie seit über drei Jahren. Der Konzern erforscht Möglichkeiten, um die Transparenz in der Lieferkette und die Datensicherheit zu verbessern. Nun weitet das Unternehmen seine Aktivitäten auf neue Bereiche aus – darunter digitale Fahrzeugakten und branchenübergreifende Kooperationen.

Der Einstieg des Automobilherstellers in die Blockchain begann mit einem Pilotprojekt zur Rückverfolgung von Scheinwerfern in der Lieferkette. Mithilfe der Technologie konnte BMW einzelne Bauteile lückenlos verfolgen, während sie zwischen Zulieferern weitergereicht wurden. Der Test bewies, dass Blockchain Transaktionen sicher und ohne Mittelsmänner dokumentieren kann.

2018 gehörte BMW zu den Mitbegründern der Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI), einem Zusammenschluss von 120 Unternehmen aus der Auto-, Technologie- und Mobilitätsbranche. Heute leitet der Konzern die MOBI-Arbeitsgruppe für Lieferketten und entwickelt auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) Lösungen für standardisierte, automatisierte Prozesse in Unternehmensnetzwerken.

Ein zentrales Vorhaben ist PartChain, eine offene Plattform für den sicheren Datenaustausch in Lieferketten. Das System soll Unternehmen ermöglichen, Informationen effizient auszutauschen und gleichzeitig Kosten zu senken. Zudem hat BMW Blockchain für die Erfassung von Fahrzeugkilometern getestet: Über die App VerifyCar können Dritte auf verifizierte Daten zugreifen.

Andre Luckow, bei BMW verantwortlich für Blockchain-Projekte, sieht weitere Anwendungsmöglichkeiten in der gesamten Branche. Sein Ziel: ein digitales Fahrzeuglogbuch, das Papierdokumente für Zulassung und Versicherung ersetzt. Ein solches System würde Abläufe beschleunigen – bei gleichbleibender Sicherheit.

Doch die Technologie könnte mehr als nur Logistik revolutionieren. Durch den Verzicht auf Zwischenhändler ließen sich etwa Smart Contracts nutzen, um Routineaufgaben zu automatisieren und Prozesse schneller sowie zuverlässiger zu gestalten.

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BMWs Blockchain-Engagement reicht von der Lieferketten-Nachverfolgung über Kilometerstandsprüfungen bis hin zu branchenweiten Kooperationen. Die Technologie verspricht weniger Bürokratie, mehr Sicherheit und automatisierte Transaktionen. Während Projekte wie PartChain und MOBI voranschreiten, dürften weitere Anwendungen im Automobilsektor folgen.

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