BMW setzt auf Profit statt Absatz – und erhöht die Preise für Luxusautos
Claudia SchmitzBMW setzt auf Profit statt Absatz – und erhöht die Preise für Luxusautos
BMW hat angekündigt, seine Strategie stärker auf Rentabilität als auf reine Absatzzahlen auszurichten. Das Unternehmen strebt danach, seine Position als führender Premium-Automobilhersteller zu festigen – mit klarer Priorität auf die Margen. Dies folgt auf ein Jahr, in dem BMW den Titel des umsatzstärksten Luxusautoherstellers an Mercedes-Benz verloren hatte.
2016 erzielte BMW eine operative Marge im Automobilbereich von 8,9 Prozent und lag damit sicher im angestrebten Korridor von 8 bis 10 Prozent. Dennoch musste das Unternehmen in demselben Jahr den Spitzenplatz bei den Luxusverkäufen an Mercedes-Benz abtreten. Um die Führung zurückzugewinnen, hatte BMW zuvor in bestimmten Märkten mit aggressiven Preisanpassungen Kunden angelockt.
Nun plant der Konzern, sich wieder auf seine profitabelsten Modelle zu konzentrieren. Bis 2018 will BMW 40 neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt bringen. Zudem sind für 2017 Preiserhöhungen bei Premiumfahrzeugen vorgesehen, vor allem für den US-Markt. Finanzvorstand Nicolas Peter betonte, dass stabile Preise ein zentrales Anliegen der „Number One“-Strategie bleiben.
Dabei steht nicht allein das Absatzwachstum im Fokus. Vielmehr will BMW die Premium-Sparte anführen, indem es Margen über Verkaufszahlen stellt. Die neue Ausrichtung sieht eine stärkere Gewichtung von Fahrzeugen mit hoher Wertschöpfung vor. Durch gezielte Preisanpassungen und eine Welle neuer Modelle soll die Marktposition zurückerobert werden. Künftig werden Stabilität bei Preisen und Profitabilität die Entscheidungen des Unternehmens leiten.
