15 April 2026, 18:16

Brandenburgs Bildungssystem kämpft mit Rekordlehrkräftemangel und politischer Schuldzuweisung

Offenes Buch mit detaillierter Landkarte von Brandenburg auf schwarzer Oberfläche.

Brandenburgs Bildungssystem kämpft mit Rekordlehrkräftemangel und politischer Schuldzuweisung

Brandenburgs Bildungssystem steht vor schweren Herausforderungen: Ein Rekordlehrkräftemangel und wachsende Kritik von politischer Seite belasten das Land. Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) wendet sich nun gegen ihren ehemaligen Koalitionspartner, die SPD, und wirft ihr vor, die Krise durch falsche Entscheidungen verschärft zu haben. Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) macht vor allem jüngste Stellenstreichungen für die Probleme verantwortlich.

Die aktuelle Krise nahm ihren Anfang mit Reformen unter der früheren SPD-BSW-Regierung. Die damaligen SPD-Minister Steffen Freiberg und Robert Crumbach trieben Personalabbau und eine Erhöhung der Unterrichtsverpflichtungen voran. Seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres müssen die meisten Lehrkräfte eine zusätzliche Stunde pro Woche unterrichten. Zudem strich der Haushalt 2025 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich.

Hoffmann führt den Lehrkräftemangel direkt auf diese Kürzungen zurück. Doch die BSW-Landesvorsitzende Friederike Benda wies seine Erklärung als "lächerlich" zurück. Die Probleme im brandenburgischen Bildungssystem seien vielmehr das Ergebnis jahrzehntelanger Fehlentscheidungen von CDU und SPD, so Benda. Sie räumte ein, dass die BSW einen Fehler gemacht habe, als sie die Bildungspolitik der SPD unterstützte.

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Benda bestritt zudem, dass die aktuellen Missstände allein auf die zwölf Monate Regierungsbeteiligung der BSW zurückzuführen seien. Stattdessen betonte sie, dass 30 Jahre falscher Weichenstellungen verschiedener Parteien in die heutige Misere geführt hätten.

Der Streit lässt Brandenburgs Schulen mit weniger Personal und höheren Arbeitsbelastungen zurück. Hoffmanns Ministerium steht nun unter Druck, den Mangel zu beheben, während sich die BSW von ihrer früheren Politik distanziert. Die Debatte über die Verantwortung hält an – doch die Bildungskrise verschärft sich weiter.

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