03 May 2026, 18:20

Bundesregierung verschärft Regeln für medizinisches Cannabis – was sich für Patienten ändert

Plakat mit Wasserpfeife, Marihuanablättern und einer Zigarette, begleitet von Text, der vor der Verbindung zwischen E-Zigarettengebrauch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen und dem Gebrauch anderer Tabakprodukte warnt.

Bundesregierung verschärft Regeln für medizinisches Cannabis – was sich für Patienten ändert

Die deutsche Bundesregierung plant strengere Regeln für die Verschreibung von medizinischem Cannabis. Ein neuer Gesetzentwurf sieht ein Verbot von Online-Rezepten und Versandhandelslieferungen vor. Derzeit sind über 100.000 Patientinnen und Patienten auf das Medikament angewiesen, um Symptome zu lindern und ihre Lebensqualität zu verbessern.

Ziel des geplanten Gesetzes ist es, Missbrauch zu verhindern, indem die Therapieentscheidungen in den Händen von Ärztinnen und Ärzten bleiben. Hintergrund sind Bedenken, dass einige Patientinnen und Patienten Rezepte über schnelle Online-Fragebögen erhalten, statt durch gründliche medizinische Untersuchungen. Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Professor Dr. Hendrik Streeck, betonte, dass es in der Debatte nicht um eine Legalisierung gehe, sondern um die Gewährleistung von medizinischer Sicherheit und Sorgfaltspflicht.

Streeck erkannte zwar die Vorteile von medizinischem Cannabis bei der Schmerzbehandlung an, bestand jedoch auf persönliche Arztgespräche, insbesondere für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten. Er warnte davor, dass Sorten mit Namen wie Black Cherry Punch oft nach Belieben ausgewählt würden, statt sich an der richtigen Dosierung und ärztlichem Rat zu orientieren. Auch das Pharmaunternehmen Stada unterstützt das Verbot von Postversand.

Über den medizinischen Bereich hinaus räumte Streeck ein, dass etwa fünf Millionen erwachsene Deutsche Cannabis zu Freizeitzwecken konsumieren. Er schlug legale, kontrollierte Abgabemodelle vor, etwa Pilotprojekte mit verpflichtender Beratung und klarer Dokumentation. Bereits jetzt schreiben die aktuellen Regelungen vor, dass vor einer Telemedizin-Verschreibung ein persönlicher Arztbesuch stattfinden muss, um Abhängigkeitsrisiken zu verringern.

Der Gesetzentwurf sieht verschärfte Kontrollen bei der Abgabe von medizinischem Cannabis vor. Patientinnen und Patienten müssten künftig persönlich beim Arzt erscheinen, während Lieferungen per Versandhandels verboten würden. Die Änderungen sollen Missbrauch verhindern, gleichzeitig aber den Zugang für diejenigen erhalten, die von der Behandlung profitieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle