Bundesregierung zahlt Millionen zu viel an Auslandsbeamte wegen Rechenfehlers
Claudia SchmitzBundesregierung zahlt Millionen zu viel an Auslandsbeamte wegen Rechenfehlers
Die deutsche Bundesregierung hat aufgrund eines Berechnungsfehlers zu hohe Auslandszulagen an im Ausland tätige Beamte gezahlt. Von dem Fehler waren etwa ein Drittel der Auslandsvertretungen betroffen, was zu einem finanziellen Verlust von rund fünf Millionen Euro führte.
Eine falsche Berechnung der Zonenstufen führte dazu, dass mehrere Standorte zu hoch eingestuft wurden. Betroffen waren 71 von 220 Auslandsvertretungen, darunter auch Standorte in Litauen, an denen Soldaten der deutschen Bundeswehr stationiert sind.
Der Fehler wurde inzwischen bei den diesjährigen Anpassungen korrigiert. Allerdings kann die Regierung die zu viel gezahlten Beträge aufgrund rechtlicher Vorgaben nicht von den Beamten zurückfordern. Das Auswärtige Amt prüft derzeit, ob Schadensersatzansprüche gegen das für den Fehler verantwortliche Unternehmen geltend gemacht werden sollen.
Die finanziellen Auswirkungen des Fehlers sind beträchtlich: Die überzahlten Gelder können zwar nicht von den Beschäftigten zurückgefordert werden, doch die Regierung erwägt, das beteiligte Unternehmen in Regress zu nehmen. Die korrigierten Zonenstufen gelten nun für den aktuellen Zeitraum.
