29 June 2026, 18:28

CDU-Politiker Krings zerpflückt Prostituiertenschutz-Kommission als "realitätsfern"

CDU-Vize Krings kritisiert Prostituiertenkommission

CDU-Politiker Krings zerpflückt Prostituiertenschutz-Kommission als "realitätsfern"

Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat scharfe Kritik an einer Kommission geübt, die die deutschen Prostituiertenschutzgesetze überprüfen soll. Die Expertenrunde war auf Initiative von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingerichtet worden und steht seit ihrer Gründung wegen Zusammensetzung und Ergebnissen in der Kritik.

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Krings erklärte, die CDU/CSU sei von der Kommission „von Anfang an enttäuscht“ gewesen. Er warf ihr vor, einseitig besetzt worden zu sein – eine Vorgehensweise, wie er sie „in all den Jahren der Regierungsbeteiligung seiner Partei noch nicht erlebt“ habe.

Zudem stellte er den Vorsitzenden des Gremiums infrage und warf diesem vor, fragwürdige Forschung zu betreiben und diese anschließend zu verteidigen. Die Kommission stützt sich auf ein Gutachten eines kriminologischen Instituts, dessen Leiter gleichzeitig den Vorsitz der Expertenrunde innehat.

Krings bezeichnete zentrale Erkenntnisse der Studie als realitätsfern. So gehe aus dem Bericht hervor, dass ein Viertel der legal gemeldeten Sexarbeiter:innen über einen Hochschulabschluss verfüge und 80 Prozent krankenversichert seien. Er vermutet, dass die Erhebung lediglich eine privilegierte Minderheit abbildet – schließlich seien nicht mehr als zehn Prozent der Sexarbeiter:innen offiziell registriert. Zudem verwies er darauf, dass in Deutschland gerade einmal 50 Sexarbeiter:innen sozialversicherungspflichtig beschäftigt seien.

Die frauenpolitische Sprecherin der CDU/CSU wirft der Kommission vor, ein verzerrtes Bild der Branche zu zeichnen. Sie betont, dass weder die Methoden noch die Schlussfolgerungen des Gremiums die Realität der Prostitution in Deutschland widerspiegeln.

Quelle