07 April 2026, 18:19

Collien Fernandes kämpft gegen Fake-Profile und fordert strengere Gesetze

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich zu einem vom Staat genehmigten Gesetz zur Internet-Sperre.

Collien Fernandes kämpft gegen Fake-Profile und fordert strengere Gesetze

Schauspielerin Collien Fernandes hat sich zu gefälschten Online-Profilen geäußert, die unter ihrem Namen erstellt wurden. Diese Profile enthielten ihre Fotos, Videos und explizite Geschichten – teilweise als Deepfakes, teilweise echte pornografische Inhalte. Ihr Fall hat breite Forderungen nach strengeren Gesetzen gegen digitale Gewalt ausgelöst.

Fernandes berichtete, dass die Fake-Profile schweren Schaden angerichtet hätten, während der rechtliche Schutz weiterhin unzureichend bleibe. Sie betonte, dass digitale Gewalt alle Frauen treffe – nicht nur Prominente. Die Reaktion auf ihre Geschichte war sofort spürbar: Zehntausende forderten bessere Schutzmaßnahmen.

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Als Vorbild für Deutschland nannte sie den Ansatz Spaniens, wo strengere Regelungen, Polizeischulungen und Präventionsprogramme eingeführt wurden. Fernandes rief die Politik auf, rechtliche Lücken zu schließen, Strafen konsequent durchzusetzen und sichtbare Solidarität mit den Opfern zu zeigen.

Die Journalistinnen Sandra Miosga und Julia Hubig bestätigten zwar politische Unterstützung für Reformen, kritisierten aber die zögerliche Umsetzung. Miosga bezeichnete das Problem als systemisch: Anzeigen würden oft ignoriert, Ermittlungen verzögert. Beide waren sich einig, dass Deutschland im Kampf gegen digitale Gewalt hinter anderen Ländern zurückliege.

Fernandes forderte klare Regeln, Schulungen für die Justiz und öffentliche Aufklärungskampagnen. Ohne konkrete Maßnahmen, warnte sie, würden sich die Folgen für die Betroffenen weiter verschärfen.

Der Fall setzt die deutschen Behörden unter Handlungsdruck. Fernandes' Appell für Reformen unterstreicht die Notwendigkeit schnellerer gesetzlicher Änderungen und besserer Unterstützungssysteme. Gleichzeitig sehen sich Opfer weiterhin mit Verzögerungen bei Gerechtigkeit und Schutz konfrontiert.

Quelle