29 April 2026, 16:26

Darmbakterien stärken Immunzellen und verbessern Krebstherapien

Plakat mit dem Text "gesunde Ernährung kann Ihr Risiko für bestimmte Krebsarten reduzieren" neben Bildern von Brot, Erdbeeren und Trauben.

Darmbakterien stärken Immunzellen und verbessern Krebstherapien

Eine neue Studie hat aufgedeckt, wie Darmbakterien die Krebstherapie verbessern könnten. Forscher fanden heraus, dass bestimmte bakterielle Stoffwechselprodukte die Wirksamkeit von Immunzellen im Kampf gegen Tumore steigern. Die in Nature Communications veröffentlichten Ergebnisse deuten auf einen möglichen Weg hin, um Behandlungen bei festen Tumoren zu optimieren.

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Im menschlichen Darm leben Billionen von Bakterien, die ein komplexes Ökosystem bilden – das sogenannte Mikrobiom. Diese Gemeinschaft beeinflusst zahlreiche Körperfunktionen, insbesondere das Immunsystem. Wissenschaftler zeigen nun, dass kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat und Pentanoat die Immunzellen vom Typ CD8-T-Zellen stärken können, die gezielt Krebszellen erkennen und zerstören.

Das Forschungsteam identifizierte Megasphaera massiliensis, ein Darmbakterium, als wichtigen Produzenten von Pentanoat. In Experimenten wiesen tumorspezifische T-Zellen, die mit dieser Fettsäure behandelt wurden, eine höhere Fähigkeit auf, solide Tumormodelle zu bekämpfen. Die Studie legt zudem nahe, dass die CAR-T-Zelltherapie – eine Behandlung, bei der Immunzellen genetisch so verändert werden, dass sie Krebs angreifen – in Kombination mit diesen Fettsäuren noch wirksamer sein könnte.

Unter der Leitung von Dr. Maik Luu trugen auch Professor Michael Hudecek und Professor Alexander Visekruna zu der Studie bei. Ihre Arbeit zeigt, wie bakterielle Metabolite den Stoffwechsel und die Funktion von Immunzellen verbessern und so Tumortherapien effektiver machen können.

Die Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für die Krebsbehandlung, indem sie die Rolle des Mikrobioms bei der Immunantwort nutzen. Das Team plant nun, die Forschung auf andere Tumorarten auszuweiten und zu untersuchen, wie kurzkettige Fettsäuren präzise genetische Modifikationen ermöglichen könnten. Dies könnte in Zukunft zu gezielteren und wirksameren Therapien führen.

Quelle