14 March 2026, 06:32

Demelspitze bleibt gesperrt – doch neue Kletterrouten locken im Karwendel

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Gebirgskette mit schneebedeckten Gipfeln, Bäumen und Wolken am Himmel, mit Text unten lesend "Gustav Klimt - Die Alpen, 1902".

Demelspitze bleibt gesperrt – doch neue Kletterrouten locken im Karwendel

Die Demelspitze im Karwendelgebirge bleibt für Kletterer gesperrt

Die Demelspitze in Deutschlands Karwendel bleibt aufgrund anhaltender Sicherheitsrisiken für Bergsteiger tabu. Durch Steinschläge vom Gipfel haben sich jedoch neue Kletterrouten im Waldgebiet nördlich des Berges gebildet. Diese frischen Spots bieten eine Mischung aus Herausforderungen und angenehmen Temperaturen im Schatten an warmen Tagen.

Bis 2013 war die Demelspitze ein beliebtes Kletterziel. Geologische Untersuchungen zeigten jedoch, dass der Gipfel instabil war, was zu einem dauerhaften Verbot führte. Der Riss nahe dem Gipfelkreuz hat sich seitdem vergrößert – Experten befürchten, dass der Berg vollständig einstürzen könnte.

Die folgenden Felsstürze veränderten die Landschaft darunter. Im bewaldeten Gebiet nördlich des Gipfels entstanden neue Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Allerdings hält der steile und lange Anstieg die Massen fern.

Während die Demelspitze weiterhin gesperrt bleibt, gibt es weltweit weitere unbestiegene Gipfel. Rund 30 Berge über 7.000 Meter wurden noch nie bezwungen, die meisten davon im Himalaya. Der 7.570 Meter hohe Gangkhar Puensum in Bhutan ist seit 1994 für Besteigungen verboten. Auch im Karakorum und im Pamir gibt es unberührte Sechstausender in abgelegenen, unerforschten Zonen.

Einige Berge sind aus kulturellen Gründen tabu. Der Mount Kailash in Tibet und der Machapuchare in Nepal gelten als heilig und sind für Kletterer gesperrt.

Das Besteigungsverbot der Demelspitze schützt Bergsteiger weiterhin vor den instabilen Bedingungen. Gleichzeitig bieten die neu entstandenen Routen in der Nähe eine Alternative für Abenteuerlustige. Mit zahlreichen unbestiegenen Gipfeln weltweit – sei es aus Sicherheitsgründen oder Tradition – warten auf die Klettergemeinschaft noch viele unerforschte Herausforderungen.

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