Dermbach diskutiert umstrittene Windenergie-Pläne mit 40 neuen Vorranggebieten
Tim KellerDermbach diskutiert umstrittene Windenergie-Pläne mit 40 neuen Vorranggebieten
In der Gemeinde Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung statt, um über Pläne zur Windenergie zu diskutieren. Rund 100 Teilnehmer waren anwesend, darunter Gemeinderäte sowie Vertreter einer Bürgerinitiative. Im Mittelpunkt standen der Teilflächennutzungsplan für Windenergie und das vorgeschlagene Vorranggebiet W 14.
Der zweite Entwurf des Plans sieht 40 neue Windvorranggebiete vor, die insgesamt etwa 7.483 Hektar umfassen. In diesen Zonen wäre die öffentliche Mitwirkung in späteren Genehmigungsverfahren eingeschränkt. Allerdings sollen keine Windräder innerhalb des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön errichtet werden.
Bürgermeister Thomas Hugk rief die Anwesenden dazu auf, sowohl die Vor- als auch die Nachteile der Windenergie abzuwägen. Die meisten Fragen und Wortmeldungen während der Sitzung kritisierten den Ausbau der Windkraft. Einige Einwohner forderten eine direkte Bürgerbeteiligung oder eine Volksabstimmung über die Beschlüsse.
Der aktuelle Entwurf übertrifft zwar bereits das Landesziel für Windenergie bis 2027, verfehlt jedoch die Vorgabe für 2032. Die Diskussion zeigte Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Einflussmöglichkeiten und des Umweltschutzes auf. Die Verantwortlichen werden nun die Rückmeldungen prüfen, bevor der Plan finalisiert wird.






