11 April 2026, 04:12

Deutschlands Atomausstieg 2023: Das Ende einer Ära und der Beginn der grünen Wende

Liniengraph, der die elektrische Energieerzeugung in Kraftwerken von 2018 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Deutschlands Atomausstieg 2023: Das Ende einer Ära und der Beginn der grünen Wende

Am 15. April 2023 endete offiziell das deutsche Atomzeitalter: Die letzten drei Reaktoren – Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 – wurden abgeschaltet. Damit fand ein politischer Kurswechsel seinen Abschluss, der durch die Katastrophe von Fukushima 2011 ausgelöst worden war, als die Bundesregierung den endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie beschloss.

Jahrzehntelang war die Kernkraft ein zentraler Pfeiler der deutschen Stromversorgung. Noch 2010 erzeugten Atom- und Kohlekraftwerke gemeinsam über die Hälfte der Energie des Landes. Doch nach den schweren Unfällen in Three Mile Island, Tschernobyl und Fukushima wuchs der öffentliche Widerstand. Die von CDU/CSU und FDP geführte Koalitionsregierung reagierte 2011 mit der Ankündigung eines vollständigen Atomausstiegs.

Seit 2021 arbeiten Stilllegungsmannschaften in den abgeschalteten Anlagen. Ihre Aufgabe besteht darin, radioaktive Kontaminationen zu beseitigen und die Anlagen zurückzubauen. Das Ziel: eine "grüne Wiese", wo einst Reaktoren standen. In den am stärksten belasteten Bereichen werden später Roboter eingesetzt, um die hochradioaktiven Reaktordruckbehälter unter Wasser zu demontieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Während die Atomkraft verschwand, beschloss Deutschland auch den Kohleausstieg bis 2038. Braunkohle, ein besonders klimaschädlicher fossiler Brennstoff, wird noch immer im Tagebau in der Rheinregion, der Lausitz und Mitteldeutschland abgebaut. Der Plan sieht vor, sowohl Atom- als auch Kohleenergie innerhalb desselben Zeitrahmens durch erneuerbare Energien zu ersetzen.

Die Abschaltung der letzten Reaktoren 2023 beendete ein Kapitel der deutschen Energiewende. Die Stilllegung wird noch Jahre dauern, wobei Roboter die gefährlichsten Arbeiten übernehmen. Gleichzeitig konzentriert sich das Land nun auf den Ausbau der Erneuerbaren, um das Ziel eines fossilen und atomfreien Stromnetzes bis 2038 zu erreichen.

Quelle