Drei Wege, ein Ziel: Wie internationale Studierende in Deutschland Fuß fassen
Mia SchmittDrei Wege, ein Ziel: Wie internationale Studierende in Deutschland Fuß fassen
Drei internationale Studierende aus Zentralasien haben sich für ein Hochschulstudium in Deutschland entschieden – angezogen von den gebührenfreien Universitäten und den kulturellen Möglichkeiten. Jeder von ihnen hat einen eigenen Weg eingeschlagen, dabei akademische Ziele mit persönlichen Erfahrungen in der neuen Heimat verbunden.
Farogat Aliyeva, eine 25-jährige Usbekin, kam zunächst als Au-pair nach Deutschland, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Ein Jahr lebte sie bei einer Gastfamilie, bevor sie die DSH-Prüfung bestand – eine Voraussetzung für die Immatrikulation an einer deutschen Hochschule. Ihr akademischer Werdegang begann an der Staatlichen Wirtschaftsuniversität Taschkent, doch später erhielt sie einen Studienplatz an der Universität Bamberg, wo sie nun einen Master in Betriebswirtschaftslehre absolviert.
Karlygash Schäfer, geborene Shumambetova, verließ mit 29 Jahren Kasachstan, um an der Technischen Hochschule Ingolstadt einen Master in Vertrieb, Marketing und Medien zu beginnen. Zwar entsprach ihr erstes Semester nicht ganz ihren Erwartungen, doch schätzt sie, wie das Studium ihr Denken erweitert und ihr den Zugang zu Informationen eröffnet hat. Über das Akademische hinaus genießt sie die kulturelle Vielfalt Deutschlands und hat eine persönliche Bindung zum Land aufgebaut: Hier lernte sie auch ihren Mann kennen, einen deutschen Staatsbürger mit kasachischen Wurzeln.
Ilya Oster, ein 20-jähriger Kasache, begann 2019 mit dem Deutschlernen, bevor er für ein Studium der Cybersicherheit nach Deutschland zog. Ausschlaggebend waren für ihn der exzellente Ruf des deutschen Bildungssystems sowie sein Interesse an der hiesigen Automobilindustrie, am Sport und an der Geschichte. Wie viele internationale Studierende profitiert er von gebührenfreiem Studium und zusätzlichen Vorteilen wie dem Deutschlandticket für günstigen Nahverkehr oder ermäßigten Museumseintritten.
Alle drei betonen die praktischen Vorzüge eines Studiums in Deutschland – von der finanziellen Entlastung bis hin zur kulturellen Bereicherung. Ihre Erfahrungen spiegeln sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen wider, die mit der Eingewöhnung in ein neues akademisches System und dem Aufbau eines Lebens im Ausland einhergehen.






