Erneuerbare Energien werden bis 2025 deutlich günstiger als fossile Alternativen
Mia SchmittErneuerbare Energien werden bis 2025 deutlich günstiger als fossile Alternativen
Die Kosten für erneuerbare Energien werden in den kommenden Jahren weiter sinken. Bis 2025 könnten Solar- und Windenergie deutlich günstiger werden – angetrieben durch technologischen Fortschritt und Marktwachstum. Experten verweisen auf die anhaltende Senkung der Ausrüstungs- und Systemkosten als entscheidende Faktoren.
Die Preise für Solarmodule sind bereits seit 2009 um etwa 80 Prozent gefallen. Photovoltaikanlagen profitieren inzwischen von Skaleneffekten: Jedes Mal, wenn sich die globale Kapazität verdoppelt, sinken die Modulkosten um 20 Prozent. Bis 2025 könnte Solarstrom nur noch 5 bis 6 US-Cent pro Kilowattstunde kosten – ein Rückgang um 59 Prozent im Vergleich zu 2015. Auch bei solarthermischen Kraftwerken (CSP) sind Preissenkungen von bis zu 43 Prozent im selben Zeitraum möglich.
Die Windenergie zeigt einen ähnlichen Trend. Die Preise für Windturbinen sind seit 2009 um 30 bis 40 Prozent gesunken. Onshore-Windstrom könnte um 26 Prozent billiger werden, während Offshore-Windparks eine Kostensenkung von 35 Prozent erreichen könnten. Zukünftige Einsparungen bei Solar- und Windenergie hängen von den sogenannten Balance-of-System-Kosten sowie von weiteren Innovationen ab.
Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) plant, in diesem Sommer zusätzliche Berichte zu veröffentlichen. Eine der anstehenden Publikationen mit dem Titel „Licht einlassen: Wie die Photovoltaik das Stromsystem revolutionieren wird“ wird diese Entwicklungen vertieft beleuchten.
Die prognostizierten Kostensenkungen werden Solar- und Windenergie wettbewerbsfähiger machen. Solarstrom könnte auf 5 bis 6 US-Cent pro Kilowattstunde fallen, während die Preise für Windenergie um über ein Viertel sinken dürften. Voraussetzung dafür sind anhaltende technologische Fortschritte und eine weitere Marktausweitung.
