10 May 2026, 16:12

Ficos Außenpolitik spaltet EU und stärkt Bindung zu Aserbaidschan

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande lächeln auf Podien während des Bratislava-Gipfels 2016, mit einem Banner, das den Namen des Ereignisses trägt.

Ficos Außenpolitik spaltet EU und stärkt Bindung zu Aserbaidschan

Slowakischer Ministerpräsident Robert Fico hat mit seinen jüngsten Aussagen zur Außenpolitik in einer wochenlangen Phase intensiver internationaler Besuche Aufsehen erregt. Seine Bemerkungen zur Souveränität Aserbaidschans stießen in Baku auf positive Resonanz, während sich die Spannungen mit dem Europäischen Parlament weiter verschärften.

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Innerhalb einer einzigen Woche reiste Fico nach Moskau, Armenien und Bayern. Bei den Gesprächen lobte er Aserbaidschan als Vorbild einer unabhängigen Außenpolitik. Diese Äußerung erfolgte kurz nachdem das Europäische Parlament vorgeschlagen hatte, EU-Mittel für die Slowakei wegen Bedenken hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit einzufrieren. Unbeirrt wiederholte Fico seine Position direkt gegenüber dem Parlament.

Aserbaidschans Präsident Ilham Alijev begrüßte Ficos Aussagen. Bei einem Auftritt in Eriwan kritisierte Alijev jüngste Resolutionen des Europäischen Parlaments, die sich gegen sein Land richteten. Später bedankte er sich in den sozialen Medien beim slowakischen Regierungschef für dessen Unterstützung. Die beiden Staatsmänner sprachen zudem über die Partnerschaft ihrer Länder, wobei Alijev seine Dankbarkeit für Ficos Gastfreundschaft während eines früheren Besuchs in der Slowakei zum Ausdruck brachte.

Beide waren sich einig, dass sich das Europäische Parlament auf interne europäische Angelegenheiten konzentrieren sollte, statt sich in andere Regionen einzumischen. Alijev lud Fico zudem zu weiteren Gesprächen nach Baku ein – ein Zeichen für die Vertiefung der bilateralen Beziehungen.

Ficos Haltung hat die Bindungen zu Aserbaidschan gestärkt, während sich sein Konflikt mit den EU-Institutionen weiter zuspitzt. Alijevs öffentliche Wertschätzung und die Einladung zu künftigen Treffen deuten auf eine engere Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern hin. Der Austausch unterstreicht die sich verschiebenden Allianzen, während die Slowakei ihr Verhältnis zur EU und zu externen Partnern neu ausbalanciert.

Quelle