14 March 2026, 14:19

Führungswechsel bei Schaeffler: Langjähriger Vorstand Andreas Schick verlässt das Unternehmen

Eine Zeichnung einer Fabrik mit einer großen zentralen Maschine, umgeben von verschiedenen Geräten, einem Wagen, einem Tisch, einem Stuhl, einer Tafel mit der Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana", Fenstern und Deckenlampen.

Führungswechsel bei Schaeffler: Langjähriger Vorstand Andreas Schick verlässt das Unternehmen

Bei Schaeffler, dem fränkischen Automobilzulieferer, steht ein bedeutender Führungswechsel bevor. Andreas Schick, langjähriges Vorstandsmitglied, wird das Unternehmen nach über drei Jahrzehnten aus persönlichen Gründen verlassen. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der das Unternehmen mit finanziellen Herausforderungen und Umstrukturierungsplänen konfrontiert ist, die fast 600 Arbeitsplätze betreffen könnten.

Andreas Schick begann seine Karriere bei Schaeffler 1994 als Entwicklungsingenieur, nachdem er in München Fahrzeugtechnik studiert hatte. Innerhalb von 30 Jahren stieg er auf und verantwortete schließlich die Bereiche Produktion, Lieferkettenmanagement und Beschaffung. Sein Ausscheiden markiert das Ende einer langen Ära im Unternehmen.

Die Entscheidung, seinen Vertrag nicht zu verlängern, fällt in eine schwierige Phase für Schaeffler. Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete das Unternehmen sowohl bei den Umsätzen als auch bei den Gewinnen Verluste. Trotz eines starken Wachstums von sieben Prozent im Bereich E-Mobilität – mit einem Umsatz von fünf Milliarden Euro – sank der Gesamtumsatz leicht um 0,6 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro.

Die Umstrukturierungsmaßnahmen sind bereits in vollem Gange. Der Standort in Steinhagen (Nordrhein-Westfalen) wird bis Ende 2026 geschlossen, wodurch die Produktion dort eingestellt wird. Zudem sind im Rahmen der Veränderungen rund 590 Arbeitsplätze in Schweinfurt gefährdet.

Neben den Umstrukturierungen hat Schaeffler auch eine neue Partnerschaft bekannt gegeben. Das Unternehmen wird als Technologiepartner des Deutschen Skiverbands (DSV) fungieren und sich auf Innovationen für den winterlichen Hochleistungssport konzentrieren.

Schicks Abgang hinterlässt Schaeffler in einer Phase finanzieller Belastungen und operativer Umbrüche. Die Schließung des Werks in Steinhagen und mögliche Stellenstreichungen in Schweinfurt spiegeln die umfassenden Kostensenkungsbemühungen wider. Gleichzeitig deutet die Zusammenarbeit mit dem DSV auf eine Expansion in neue technologische Bereiche jenseits der klassischen Automobilzulieferung hin.

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