Fürth diskutiert Feuerwerksverbot: Jugendrat stimmt für Einschränkungen zu Silvester
Mia SchmittFürth diskutiert Feuerwerksverbot: Jugendrat stimmt für Einschränkungen zu Silvester
Ein Vorschlag zur Einschränkung des traditionellen Silvesterfeuerwerks in Fürth hat nach einer lebhaften Debatte an Fahrt aufgenommen. Der Jugendrat der Stadt beriet während seiner sechsten Vollversammlung über den Antrag – mit Rekordbeteiligung von rund 30 Gästen. Nun geht der Plan zur weiteren Prüfung an den Fürther Stadtrat.
Der unter dem Titel "Umwelt schützen, Feuerwerk vermeiden" eingebrachte Antrag stammt vom Ausschuss für Sport und Gesundheit. Umweltbelastungen, Gefahren für Tiere sowie Risiken für Menschen waren die zentralen Argumente. Nach einer ausführlichen Diskussion stimmte der Rat mit 10 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen für ein teilweises Verbot von Feuerwerk in bestimmten Zonen.
Die beschlossene Resolution schlägt vor, privates Feuerwerk durch eine zentrale Großveranstaltung oder alternative Shows mit Drohnen oder Lasern zu ersetzen. Doch die Debatte zeigte auch rechtliche und praktische Hürden auf: Einige Mitglieder wiesen darauf hin, dass der bayerische Landtag ähnliche Verbote bisher nicht unterstützt hat, andere verwiesen auf frühere Gerichtsurteile, die Einschränkungen kippten.
Die Meinungen im Saal waren gespalten. Während einige Ratsmitglieder leidenschaftlich ihre Begeisterung für Feuerwerk betonten, sprachen sich andere für strengere Regulierungen aus. Die Sitzung verzeichnete eine ungewöhnlich hohe Teilnahme – alle 12 Ratsmitglieder sowie etwa 30 Gäste beteiligten sich an der Diskussion.
Mit der Entscheidung des Jugendrats geht der Vorschlag nun an den Fürther Stadtrat zur weiteren Beratung. Bei einer Annahme könnten private Feuerwerke in ausgewiesenen Bereichen eingeschränkt und organisierte Alternativen eingeführt werden. Das endgültige Ergebnis hängt von weiteren Prüfungen und möglichen juristischen Herausforderungen ab.