12 March 2026, 02:27

Großrazzia gegen Sozialbetrug: 80 Beamte durchsuchen Bars und Clubs in Regensburg

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wenn Unternehmen versteckte Nebenkosten in Familienrechnungen unterbringen, kann das Hunderte Dollar im Monat aus ihren Taschen ziehen."

Großrazzia gegen Sozialbetrug: 80 Beamte durchsuchen Bars und Clubs in Regensburg

Großrazzia gegen Sozialversicherungsbetrug im Raum Regensburg

Im Raum Regensburg läuft derzeit eine groß angelegte Aktion gegen Sozialversicherungsbetrug. Seit 11 Uhr durchsuchen rund 80 Beamte unter Leitung des Hauptzollamts Regensburg 16 Wohn- und Geschäftsräume. Im Fokus stehen Bars, Nachtclubs und Restaurants, die im Verdacht stehen, Mitarbeiter nicht ordnungsgemäß anzumelden.

Die unter dem Codenamen "Night Out" laufende Operation umfasst 15 Objekte in der Oberpfalz sowie einen Standort in Regensburg selbst. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmen die Behörden Computer, Smartphones und Dokumente. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) hat monatelang mit der Staatsanwaltschaft zusammengearbeitet, um die heutigen Razzien vorzubereiten.

Der Verdacht richtet sich darauf, dass Mitarbeiter gar nicht oder erst mit Verzögerung bei der Sozialversicherung angemeldet wurden. Dadurch seien Beiträge vorenthalten worden, die genaue Summe ist jedoch noch unklar. Nach Abschluss der Durchsuchungen wird die FKS die beschlagnahmten Beweismittel auswerten, um das Ausmaß der Verstöße zu klären.

Die Durchsuchungen erfolgen auf Basis richterlicher Beschlüsse, und gegen mehrere Beschuldigte wurden bereits Strafverfahren eingeleitet. Nähere Angaben zu den Ermittlungen oder möglichen Sanktionen gibt es bisher nicht.

Die Aktion dauert noch an. Ob und welche rechtlichen oder steuerlichen Konsequenzen auf die Betroffenen zukommen, steht derzeit nicht fest. Bei bewiesenen Verstößen drohen in solchen Fällen Nachzahlungen, Bußgelder oder sogar strafrechtliche Konsequenzen. Wann die Behörden weitere Informationen bekannt geben, ist noch nicht absehbar.

Quelle