20 March 2026, 20:26

Großübung in Dachau testet Zusammenarbeit von Polizei und Bundeswehr

Soldaten in Uniform und Helmen steigen aus einem Flugzeug aus und halten Gewehre, was auf einen Militäreinsatz hinweist.

Großübung in Dachau testet Zusammenarbeit von Polizei und Bundeswehr

Großübung der bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau

Diese Woche fand auf dem Gelände der bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau eine großangelegte Notfallübung statt. Das Szenario simulierte einen gewaltsamen Angriff auf ein Rüstungs- und Technologie-Start-up, bei dem die Zusammenarbeit von Polizei, Militär und Rettungskräften auf den Prüfstand gestellt wurde. Über 300 Einsatzkräfte nahmen an der komplexen Übung teil.

Organisiert wurde die Übung von der Münchner Polizeidirektion und umfasste unter anderem eine simulierte Blockade eines Bundeswehr-Konvois sowie einen Angriff auf ein Drohnen-Start-up. Beteiligt waren Berufsfeuerwehren, Rettungssanitäter, Einheiten der Bereitschaftspolizei, das Spezialeinsatzkommando (SEK) sowie die Feldjäger der Bundeswehr. Das Szenario war bewusst realitätsnah gestaltet – unter anderem führte das SEK eine spektakuläre Festnahme eines simulierten Angreifers durch.

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Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann verfolgte die Übung vor Ort und betonte ihre Bedeutung für den Vertrauensaufbau zwischen den Behörden. Er lobte die zunehmend reibungslose Abstimmung der Einsatzkräfte. Gleichzeitig erinnerte die Übung an frühere Vorfälle, wie etwa den fälschlichen Alarm eines echten Angriffs während einer Übung in Erding im Oktober 2025.

Ziel der Operation war es, die zivil-militärische Zusammenarbeit zu stärken und Notfallabläufe zu optimieren. Behördenvertreter wiesen auf die wachsende Relevanz solcher Übungen hin, insbesondere angesichts hybrider Kriegsbedrohungen. In den letzten Jahren gab es keine größeren Änderungen bei den gemeinsamen Übungen von bayerischer Polizei und Bundeswehr.

Die Dachauer Übung verlief ohne Störungen und zeigte die verbesserte Zusammenarbeit der Einsatzkräfte. Herrmanns Einschätzungen unterstrichen die Notwendigkeit regelmäßiger gemeinsamer Trainings, um auf komplexe Bedrohungsszenarien vorbereitet zu sein. Die Übung gilt als wichtiger Schritt in der Krisenvorsorge für zukünftige Einsatzlagen.

Quelle