Grüne warnen vor drastischen Gaspreissprüngen im Winter – und fordern Sofortmaßnahmen
Claudia SchmitzGrüne warnen vor drastischen Gaspreissprüngen im Winter – und fordern Sofortmaßnahmen
Julia Verlinden, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen und energiepolitische Sprecherin ihrer Partei, hat die Bundesregierung aufgefordert, sich auf steigende Gaspreise vorzubereiten. Ohne Gegenmaßnahmen drohten Verbrauchern ihrer Warnung zufolge drastische Preissprünge – insbesondere dann, wenn globale Versorgungsrouten im kommenden Winter ins Stocken gerieten.
Verlinden wies darauf hin, dass sich die Auswirkungen aktueller langfristiger Gasverträge verzögert auf die Haushalte auswirken würden. Dennoch betonte sie, die Regierung müsse jetzt handeln, um die Folgen abzufedern. Zwei kürzlich verabschiedete Gesetze – das Gebäudeenergiegesetz zur Modernisierung von Heizsystemen und das Stromversorgungssicherheitsgesetz – würden den Gasbedarf sogar noch erhöhen, gab sie zu bedenken.
Zudem verwies sie auf geopolitische Risiken: Eine Blockade der Straße von Hormus könnte die Preise in den nächsten Monaten weiter in die Höhe treiben. Um plötzliche Preisschübe zu vermeiden, forderte Verlinden die Politik auf, den Gasverbrauch zu senken und den Umstieg auf Alternativen zu beschleunigen.
Angesichts des sommerlichen Zeitfensters drängte sie auf Investitionen in erneuerbare Energien und Effizienzmaßnahmen. Das Ziel sei es, die Abhängigkeit von Gas noch vor dem Winter zu verringern.
Die Regierung steht nun vor der Herausforderung, die Energieversorgungssicherheit mit bezahlbaren Preisen in Einklang zu bringen. Verlindens Warnungen deuten darauf hin, dass Haushalte ohne Kurswechsel bei Kälteeinbruch höhere Rechnungen fürchten müssen. Ihr Appell, noch im Sommer in die Energiewende zu investieren, zielt darauf ab, den Ausstieg aus der Gasnutzung zu erleichtern – bevor die Nachfrage im Winter ihren Höhepunkt erreicht.






