Guram Gvasalias radikale Vetements-Rückkehr: Mode ohne Grenzen in Paris
Claudia SchmitzGuram Gvasalias radikale Vetements-Rückkehr: Mode ohne Grenzen in Paris
Guram Gvasalia präsentierte seine erste Vetements-Kollektion im Rahmen der Pariser Herrenmodewoche. Die Show fand in einem Tunnel unter dem Novotel Paris Centre Tour Eiffel statt – obwohl die Einladung die Adresse des Hotels oberirdisch angab.
Die Veranstaltung begann mit 45 Minuten Verspätung, begleitet von intensiver Musik und einem Model, das mit grimmiger Miene den Laufsteg eröffnete. Gvasalia wollte damit zur ursprünglichen Vision der Marke zurückkehren: praktische Kleidung für den Alltag statt für glamouröse Anlässe. Die Kollektion umfasste vertraute Stile wie Jeans, gestreifte Hemden, Harrington-Jacken und Motocross-Jacken, aber auch Trenchcoats, Lederhosen und Bleistiftröcke.
Einige Stücke waren besonders vielseitig gestaltet, etwa reversible Harrington-Jacken oder Trenchcoats mit kariertem Futter. Gvasalia legte zudem einen Fokus auf Damenmode und kleidete Models wie Alek Wek, Sasha Pivovarova und Sharon Stone in viele der Herren-Looks. Stones Auftritt erinnerte an ihren ikonischen Auftritt im weißen Kleid aus Basic Instinct.
Zu den Gästen zählten Prominente wie North West, Maluma, Anya Taylor-Joy und Olivia Palermo. Nach der Show wies Gvasalia Bedenken hinsichtlich der Resonanz auf die Kollektion mit den Worten „Wer es weiß, der weiß“ zurück.
Die Show markierte eine Rückkehr zu den Wurzeln von Vetements – mit tragbarer, funktionaler Mode im Mittelpunkt. Die Entscheidung des Designers, Geschlechtergrenzen zu verwischen und anpassbare Kleidung zu betonen, setzte den Ton für das nächste Kapitel der Marke.
