12 June 2026, 12:10

Halle (Saale) setzt auf ausfahrbare Poller – Geschäftsleute protestieren gegen WM-Sicherheitsmaßnahmen

Empörung auf der Barstraße in Halle (Saale): Wirte rebellieren gegen die WM-Sicherheitsbarrieren der Stadt - sie wollen kaum Fußball zeigen

Halle (Saale) setzt auf ausfahrbare Poller – Geschäftsleute protestieren gegen WM-Sicherheitsmaßnahmen

In der Stadt Halle (Saale) wurden entlang der Kleinen Ulrichstraße vorübergehend ausfahrbare Poller installiert, um während der FIFA-Weltmeisterschaft den Autoverkehr zu regulieren. Die Behörden wollen damit gefährliches Fahrverhalten unterbinden und die Sicherheit der Fußballfans gewährleisten. Lokale Geschäftsinhaber kritisieren die Maßnahme jedoch als übertrieben und unnötig.

Die Absperrungen können abends und nachts hochgefahren werden. Die Stadt begründet dies damit, dass sie „Protzfahrten“ verhindern und Fans schützen wolle, die sich versammeln, um die Spiele zu verfolgen.

Tatsächlich zeigen nur wenige Betriebe in der Gegend die WM-Spiele. Lediglich drei Lokale planen, Übertragungen anzubieten – davon besitzt nur eines einen Sky-Vertrag. Die meisten Einrichtungen setzen stattdessen auf eine ruhige Atmosphäre für Gäste, die dem WM-Trubel entfliehen möchten.

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Geschäftsleute bezeichnen die Poller als „militaristisch“ und „völlig überzogen“. Sie werfen der Stadt vor, ohne Absprache mit ihnen gehandelt zu haben. Da kaum Fans auf der Straße erwartet werden, sehen sie keinen Bedarf für solche Maßnahmen. Stattdessen schlagen sie gezielte Polizeistreifen als praktikablere Lösung vor.

Der Streit verdeutlicht die Spannungen zwischen den Sicherheitsplänen der Stadt und den Anliegen der Anwohner. Die Absperrungen bleiben vorerst bestehen, doch die Geschäftsinhaber drängen weiterhin auf Alternativen. Die Situation spiegelt die grundsätzliche Debatte wider, wie öffentliche Räume während Großveranstaltungen am besten zu handhaben sind.

Quelle