30 March 2026, 10:16

Haushaltsstreit in Siegen-Wittgenstein: Kreistag scheitert an Personalplanung für 2026

Ein Diagramm mit der Bezeichnung "Gemeinschaftsverantwortung", das einen zentralen Kreis zeigt, der durch Pfeile mit drei überlappenden Kreisen verbunden ist, alle in leuchtenden Farben mit fetter Schrift, die die Verbundenheit betont.

Haushaltsstreit in Siegen-Wittgenstein: Kreistag scheitert an Personalplanung für 2026

Kreistag von Siegen-Wittgenstein scheitert an Haushaltsverabschiedung für 2026

Bei einer langwierigen Sitzung am Freitag scheiterte der Kreistag von Siegen-Wittgenstein an der Verabschiedung des Haushalts für das Jahr 2026. Die Blockade entstand nach einem umstrittenen Vorschlag der CDU, Stellenneubesetzungen vorerst auszusetzen – mit Ausnahme von Notfällen. Ohne genehmigten Haushaltsplan steht der Kreis nun vor finanzieller Unsicherheit und muss vorläufig mit Übergangslösungen arbeiten.

Die Debatte zog sich über mehr als sechs Stunden hin und umfasste Themen wie Mittelverteilung, neue Wanderrouten und weitere lokale Prioritäten. Der Hauptstreitpunkt blieb jedoch der von der CDU vorgeschlagene Einstellungsstopp, vor dem Landrat Andreas Müller (SPD) warnte: Betroffen wären demnach 108 Stellen. Der Antrag wurde später zurückgezogen, nachdem rechtliche Bedenken aufkamen – er überschritt die Kompetenzen des Kreistags.

Da keine Personalplanung beschlossen wurde, kam das gesamte Haushaltsverfahren zum Erliegen. Die Überziehungsmöglichkeiten des Kreises sind nahezu erschöpft, und die verbleibenden Mittel reichen nicht bis zur nächsten Sitzung im Juni. Daher wird der Kämmerer nun mit Banken verhandeln und beim Regierungsbezirk Arnsberg um Notfallhilfe ersuchen.

Bis zur Verabschiedung eines Haushalts muss Siegen-Wittgenstein mit einer "vorläufigen Haushaltsführung" arbeiten. Das bedeutet: Vertragliche Verpflichtungen werden weiterhin erfüllt, doch neue Ausgaben können nicht bewilligt werden. Sollte der Kreistag auch in künftigen Sitzungen keinen Haushalt beschließen, kann der Regierungsbezirk Arnsberg einen oktroyieren – was die lokale Entscheidungshoheit einschränken würde.

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Die finanzielle Lage des Kreises bleibt ungelöst, unklar ist, wie lange die Übergangslösungen gelten werden. Noch ist nicht geklärt, ob laufende Projekte wie die geplanten Wanderwege entlang des Rothaarsteigs betroffen sein werden. Die nächste Kreistagssitzung im Juni wird entscheidend sein, um den weiteren finanziellen Kurs des Kreises zu bestimmen.

Quelle