Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenräume gegen Crack-Welle in Innenstädten
Tim KellerKöln und Düsseldorf fordern legale Drogenräume gegen Crack-Welle in Innenstädten
Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf drängen auf gesetzliche Änderungen, um den Kleinhandel mit Drogen in kontrollierten Räumen zu ermöglichen. Sie argumentieren, dass dies die Kriminalität verringern und die Belastung für öffentliche Plätze mindern könnte. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund eines steigenden Crack-Konsums in beiden Städten.
Torsten Burmester, Kölner Oberbürgermeister, beschrieb die Lage in seiner Stadt als überfordernd. Abhängige würden Crack an Orten wie dem Neumarkt offen rauchen, was Anwohner und Unternehmen beunruhige. Viele bettelten zudem aggressiv oder stiegen in Diebstahl und Prostitution ein, um ihre Sucht zu finanzieren.
Crack hat Heroin mittlerweile als meistkonsumierte illegale Droge in Köln, Dortmund und anderen deutschen Großstädten überholt. Stephan Keller, Düsseldorfer Oberbürgermeister, schlägt vor, spezielle Räume einzurichten, in denen Nutzer kleine Mengen harter Drogen unter medizinischer Aufsicht kaufen und verkaufen können.
Gemeinsam haben Burmester und Keller an die Minister von Nordrhein-Westfalen appelliert. Sie forderten eine rechtliche Prüfung, um klare und sichere Leitlinien für das Personal in solchen Einrichtungen zu schaffen. Ziel des Vorschlags ist es, den Drogenkonsum besser zu kontrollieren und gleichzeitig die Öffentlichkeit zu schützen. Bei einer Genehmigung würde dies den überwachten Mikrohandel in ausgewiesenen Räumen ermöglichen. Die Oberbürgermeister sind überzeugt, dass dadurch die Sicherheit erhöht und der offene Drogenkonsum in den Innenstädten zurückgedrängt werden könnte.






