Länder starten Offensive für mehr Medienkompetenz an Schulen
Bildungsminister der Länder beschließen neuen Plan zur Stärkung der Medienkompetenz bei Schülerinnen und Schülern
Die Kultusminister der Länder haben sich auf eine neue Strategie verständigt, um die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Ziel der Initiative ist es, jungen Menschen einen sichereren und kritischeren Umgang mit sozialen Medien zu ermöglichen. Der Ansatz stößt auf breite Zustimmung – selbst bei denen, die unterschiedliche Positionen zur Regulierung des Plattformzugangs vertreten.
Die Strategie konzentriert sich auf drei zentrale Bereiche: Sensibilisierung, Kompetenzvermittlung und Schutz. Diese Säulen sollen Kindern und Jugendlichen helfen, sich selbstbewusst in sozialen Netzwerken zu bewegen. Behörden betonen, dass soziale Medien zwar informieren und vernetzen können, aber auch Fehlinformationen verbreiten und Druck ausüben – kritisches Denken sei daher unerlässlich.
Saarlands Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot forderte eine Ausweitung von Medienkompetenz-Programmen an Schulen. Die Ministerin aus Nordrhein-Westfalen, Dorothee Feller, unterstrich die Rolle der Eltern bei der Begleitung ihrer Kinder durch die digitale Welt. Das Land wird zudem Initiativen wie „Kompetent im Netz“ ausbauen, um diese Bemühungen zu unterstützen.
Eine Fachkommission arbeitet derzeit an konkreten Empfehlungen zu Altersgrenzen für die Nutzung sozialer Medien, die am 24. Juni vorgestellt werden sollen. Ziel ist es, digitale Resilienz zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Familien zu stärken.
Die Vereinbarung markiert einen abgestimmten Vorstoß, um den Herausforderungen sozialer Medien zu begegnen. Schulen, Eltern und Politik wollen gemeinsam junge Menschen mit den notwendigen Fähigkeiten ausstatten. Die anstehenden Empfehlungen zu Altersbeschränkungen werden in den kommenden Wochen weitere Orientierung bieten.






