30 June 2026, 02:11

Landkreistag widerspricht Umweltminister: Hitzeschutz-Fonds ist "Tropfen auf heißen Stein"

Landkreistag lehnt Statements von Schneider zur Hitzeschutzabwehr ab

Landkreistag widerspricht Umweltminister: Hitzeschutz-Fonds ist "Tropfen auf heißen Stein"

Der Deutsche Landkreistag hat die Aussagen von Bundesumweltminister Carsten Schneider zurückgewiesen, wonach die bundesweite Unterstützung für den lokalen Hitzeschutz ausreichend sei. Achim Brötel, Präsident des Verbandes, argumentierte, dass der 100-Milliarden-Euro-Sonderfonds für Klimaanpassung die langfristigen Bedürfnisse nicht decke.

Brötel widersprach damit direkt Schneiders Behauptung, die den Ländern und Kommunen zur Verfügung stehenden 100 Milliarden Euro seien ausreichend. Er bezeichnete den Fonds als „nur einen Tropfen auf den heißen Stein“ und betonte, dass damit das Kernproblem einer nachhaltigen Kommunalfinanzierung für den Hitzeschutz nicht gelöst werde.

Der Verbandspräsident unterstrich, dass für eine dauerhafte Wirkung nicht kurzfristiges Engagement, sondern festes Personal und verlässliche Planung erforderlich seien. Hitzeschutz sei eine fortlaufende Aufgabe, die kontinuierliche finanzielle Unterstützung für umfassende Strategien erfordere.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Vor Ort setzen Kommunen bereits Maßnahmen um, um Hitzerisiken zu begegnen. Dazu gehören die Erarbeitung von Hitzeaktionsplänen, die Beratung von Einrichtungen, die Koordination von Gesundheits- und Katastrophenschutz sowie die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen.

Brötels Äußerungen verdeutlichen die Kluft zwischen der aktuellen Förderung und den langfristig notwendigen Ressourcen für einen wirksamen Hitzeschutz. Der Landkreistag hält fest, dass der Sonderfonds allein keine dauerhafte und gezielte Finanzierung der Kommunen ersetzen kann.

Quelle