Liliums Traum vom Flugtaxi endet im finanziellen Desaster und Massenentlassungen
Mia SchmittLiliums Traum vom Flugtaxi endet im finanziellen Desaster und Massenentlassungen
Lilium: Einst gefeierter deutscher Flugtaxi-Pionier nach Insolvenz zusammgebrochen
Der einst vielbeachtete deutsche Flugtaxi-Start-up Lilium ist nach der Insolvenzanmeldung im Oktober 2024 endgültig gescheitert. Die Büros und Produktionshallen des Unternehmens in Gauting bei München stehen mittlerweile verlassen da – mit zurückgelassener Ausstattung. Rund 1.000 Mitarbeiter verloren durch die Schließung ihren Arbeitsplatz.
Die Krise begann Ende Oktober, als der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags einen 100-Millionen-Euro-Kredit nicht bewilligte. Die Finanzspritze hätte eine staatliche Bürgschaft über die förderbank KfW erforderlich gemacht. Ohne das Darlehen konnte Lilium den Betrieb nicht aufrechterhalten.
Mitte Dezember hatte das Unternehmen bereits etwa 200 Mitarbeiter entlassen. Nur fünf Tage vor Heiligabend stellte es den Betrieb komplett ein und kündigte die verbliebenen Beschäftigten. Die Standorte, einst für den Bau elektrischer Senkrechtstarter (eVTOLs) vorgesehen, liegen nun brache – gefüllt mit ungenutzten Prüfständen, 3D-Druckern und Fräsmaschinen.
Lilium hatte prominente Investoren und starke politische Unterstützung hinter sich. Das Unternehmen galt als eines der vielversprechendsten Deep-Tech-Start-ups Deutschlands. Doch sein Geschäftsmodell erforderte enorme Kapitalzuflüsse, lange bevor überhaupt Umsätze generiert wurden.
Mit dem Scheitern des Unternehmens blieben die Anlagen verlassen und die Belegschaft entlassen. Der Kollaps unterstreicht die finanziellen Risiken bei der Entwicklung hochinnovativer Technologien ohne frühe Einnahmequellen. Sämtliche Aktivitäten wurden eingestellt, die verbliebenen Vermögenswerte verbleiben in Gauting.
