26 March 2026, 08:14

Machtwechsel in Penzberg: Thomas Kopf gewinnt Stichwahl mit 57,9 Prozent

Menschen in einer Menge, die vor einem Gebäude mit einer Fahne feiern, die "Wahlsieg" lautet.

Machtwechsel in Penzberg: Thomas Kopf gewinnt Stichwahl mit 57,9 Prozent

Thomas Kopf hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Penzberg mit klarer Mehrheit gewonnen. Mit 57,9 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen Amtsinhaber Stefan Korpan durch, der auf 42,1 Prozent kam – ein Vorsprung von 15,8 Punkten. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,4 Prozent und bestätigte damit den Trend sinkender Wählerbeteiligung.

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Der Wahlkampf hatte am 8. März mit der ersten Runde begonnen, in der Korpan mit 37,1 Prozent vorne lag, während Kopf bei 21,4 Prozent zurückblieb. Seit Korpans Amtsantritt 2020 hatte sich die lokale Initiative Penzberg MITEINANDER – angeführt von Kopf – als Gegengewicht zur dominierenden CSU etabliert. Die Stichwahl markiert nun einen Machtwechsel: Kopf holte seinen Rückstand nicht nur auf, sondern drehte das Ergebnis zu seinen Gunsten.

Kopf bedankte sich bei seinen Unterstützern und versprach, alle Bürger zu vertreten – auch jene, die nicht für ihn gestimmt hätten. Korpan, der 42,1 Prozent erreichte, steht nun vor Entscheidungen über seine politische Zukunft. Noch ist unklar, ob er sein Mandat im Stadtrat annehmen wird, das er als Stimmenstärkster errungen hat. Sollte er verzichten, könnte er nach dem Ende seiner Amtszeit als kommissarischer Bürgermeister im Mai in den Polizeidienst zurückkehren.

Das Ergebnis spiegelt übergeordnete regionale Trends wider: Im Landkreis Starnberg gewann die CSU zwar in Gauting, Krailling und Starnberg, musste aber in Berg, Gilching und Wörthsee Niederlagen gegen Grüne, SPD und unabhängige Kandidaten hinnehmen. Diese verschärfte Konkurrenz prägt zunehmend die Kommunalpolitik – und beeinflusste auch das Penzberger Wahlergebnis.

Kopfs Amtseinführung als Bürgermeister ist für Mai geplant; dann löst er Korpan offiziell ab. Die Wahlbeteiligung von 57,4 Prozent in der Stichwahl deutet auf anhaltende Politikverdrossenheit hin, doch sein deutlicher Sieg zeigt zugleich eine starke Unterstützung für Veränderung. Seine Amtszeit beginnt in einer Phase politischer Umbrüche in der Region.

Quelle