Marzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" – trotz rechtsextremer Bedrohungen
Niklas MeyerMarzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" – trotz rechtsextremer Bedrohungen
Marzahn Pride kehrt in diesem Jahr mit dem Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“ zurück
Die von Quarteera e.V. organisierte Veranstaltung beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten mit Reden von Vanessa Krah und Gordon Lemm. Um 14:30 Uhr folgt dem Umzug ein Nachbarschaftsfest mit Musik, Essen und Bühnenauftritten.
Im vergangenen Jahr war der Marzahn Pride von Drohungen der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran (DJV) betroffen. Der Bezirk, bekannt für seine vielfältige Bevölkerung, erlebt immer wieder Einschüchterungsversuche – darunter rechtsextreme Aufkleber und Propaganda entlang der Umzugsstrecke. 2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen angegriffen, gestört oder mit Einschüchterungen konfrontiert.
Bisher gibt es in diesem Jahr keine konkreten Hinweise auf Mobilisierungen von Extremisten gegen den Marzahn Pride. Dennoch warnt Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, davor, von einer sinkenden Gefahrenlage auszugehen. Die Organisator:innen bleiben wachsam, während die Veranstaltung näher rückt.
Der Umzug und das Fest sollen queere Sichtbarkeit und Gemeinschaft feiern. Die Veranstalter:innen beobachten weiterhin mögliche Risiken, bereiten sich aber auf einen Tag der Solidarität und des Widerstands vor. Die Veranstaltung macht auf die anhaltenden Herausforderungen aufmerksam, mit denen marginalisierte Gruppen im Bezirk konfrontiert sind.






