Merz will Schienenverbindungen nach Polen und Tschechien massiv ausbauen
Mia SchmittMerz will Schienenverbindungen nach Polen und Tschechien massiv ausbauen
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich für einen Ausbau der Schienenverbindungen nach Osteuropa ausgesprochen. Er bezeichnete die geplanten Modernisierungen als ein "wichtiges strategisches Interesse" Deutschlands, insbesondere für die Strecken nach Polen und Tschechien. Auch die Regierungen der beiden Nachbarländer hatten das Thema in jüngsten Gesprächen zur Sprache gebracht.
Die Verhandlungen über die Verbesserung der Bahninfrastruktur begannen, nachdem Kanzler Olaf Scholz mit den Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer über die wirtschaftliche Entwicklung der Region beraten hatte. Das Thema soll nun in den Kabinettssitzungen weiter vertieft werden.
Zu den geplanten Infrastrukturprojekten gehört die Elektrifizierung und der Ausbau der 30,4 Kilometer langen Strecke zwischen Passow und der polnischen Grenze, die Teil der Verbindung Berlin–Stettin ist. Die Fertigstellung dieses Vorhabens ist für Ende 2027 vorgesehen. Bereits 2018 waren die Arbeiten am Abschnitt Knappenrode–Horka abgeschlossen worden.
Trotz der laufenden Diskussionen gab es seit 2020 jedoch keine konkreten Fortschritte bei neuen Schienenprojekten zwischen Deutschland und Polen. Die Bundesregierung betrachtet den Ausbau der Bahnstrecken weiterhin als Priorität für Handel und regionale Entwicklung. Die nächsten Schritte hängen von Kabinettsentscheidungen sowie der Abstimmung mit Polen und Tschechien ab. Bestehende Pläne wie der Ausbau der Strecke Passow–Grenze bleiben laut Zeitplan für Ende 2027 auf Kurs.






