Münchner Passivhaus setzt auf Mieterstrom mit Photovoltaik und Wärmepumpen für mehr Effizienz
Mia SchmittMünchner Passivhaus setzt auf Mieterstrom mit Photovoltaik und Wärmepumpen für mehr Effizienz
Polarstern und GVD GmbH & Co. KG führen Mieterstrommodell in neuem Münchner Passivhaus ein
In einem neuen Passivhaus in München setzen Polarstern und die GVD GmbH & Co. KG auf ein innovatives Mieterstromkonzept. Das Projekt verbindet Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Batteriespeicher, um die Kosten für Mieter zu senken und gleichzeitig die Energieeffizienz zu steigern.
Die Anlage nutzt das Mieterstrommodell, bei dem der Strom direkt vor Ort erzeugt wird. Das Vorhaben erfüllt die strengen KfW-40-Plus-Standards, die eine dezentrale Energieerzeugung vorsehen. Durch die Kombination von Photovoltaik mit Wärmepumpen lässt sich die nutzbare Solarenergie eines Gebäudes verdoppeln oder sogar verdreifachen.
Von Mieterstrommodellen profitieren auch Immobilienbesitzer: Sie können energetische Sanierungen finanzieren und mit Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen Renditen von mindestens 10 Prozent erzielen, bei Photovoltaikanlagen liegen die Erträge bei etwa 5 Prozent. Zudem erleichtern solche Systeme die Einhaltung der Energieeinsparverordnung (EnEV) und reduzieren Wärmeverluste bei der Übertragung.
Für Mieter sinken die Nebenkosten – Strom- und Heizkosten können um etwa 5 Prozent günstiger werden. Immobilienbesitzer wiederum generieren zusätzliche Einnahmen und senken den Primärenergiebedarf. Das Münchner Projekt zeigt, wie Mieterstrom sowohl Vermietern als auch Mietern Vorteile bringt: Die lokale Stromerzeugung steigert die Effizienz und senkt die Energiekosten. Gleichzeitig ist das Modell für Eigentümer auch wirtschaftlich attraktiv.
