29 April 2026, 04:45

Neuer Katalysator soll Wasserstoffverflüssigung revolutionieren und Transportverluste halbieren

Schwarze und weiße Linienzeichnung einer Zerstäubermaschine mit einem angebrachten Schlauch.

Neuer Katalysator soll Wasserstoffverflüssigung revolutionieren und Transportverluste halbieren

Ein neues Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Effizienz der Wasserstoffverflüssigung mithilfe fortschrittlicher Katalysatoren zu steigern. Die Initiative ist eine gemeinsame Anstrengung der C&CS Catalysts and Chemical Specialties GmbH und der Technischen Universität Dresden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Vorhaben mit bis zu 236.525 Euro.

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Im Mittelpunkt des Projekts steht die Bewältigung eines zentralen Problems beim Transport von flüssigem Wasserstoff: der Verdampfungsverlust. Aktuell verdampft bis zu ein Drittel des verflüssigten Wasserstoffs während des Langstreckentransports, was Lagerung und Logistik verteuert. Um dies zu lösen, entwickeln die Forscher einen bifunktionalen Katalysator, der die Ortho-Para-Umwandlung beschleunigen soll – ein entscheidender Schritt bei der Wasserstoffverflüssigung.

Der neue Katalysator soll direkt in den Verflüssigungsprozess integriert werden. Dadurch wird die Leistung kryogener Kühlsysteme verbessert und die Verdampfungsverluste deutlich reduziert. C&CS übernimmt die Entwicklung, Herstellung und Erprobung der Katalysatoren, während die TU Dresden deren Praxistauglichkeit untersucht.

Dr. Julius Nickl, Geschäftsführer von C&CS, erläutert, dass die Technologie dazu beitragen werde, grünen Wasserstoff zugänglicher und energieeffizienter zu machen. Im nächsten Schritt sollen die Katalysatoren in Pilot-Kryokühlsysteme eingebaut werden, um sie für den kommerziellen Einsatz vorzubereiten. Das Projekt ist Teil des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM), das von der AiF Projekt GmbH koordiniert wird.

Die Zusammenarbeit zwischen C&CS und der TU Dresden soll den Wasserstofftransport wirtschaftlicher gestalten, indem Energieverluste minimiert werden. Bei Erfolg könnten die bifunktionalen Katalysatoren die Kosten senken und die Nachhaltigkeit der Lieferketten für flüssigen Wasserstoff verbessern. Die Förderung durch das BMWi unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Weiterentwicklung grüner Energielösungen.

Quelle