29 April 2026, 18:17

Wie BMW mit VR und AR die Auto-Produktion revolutioniert

Blue Alpenglow-Konzeptauto auf der IAA in Frankfurt ausgestellt, mit Menschen im Hintergrund und einer Informationswand mit Text und QR-Code davor.

Wie BMW mit VR und AR die Auto-Produktion revolutioniert

BMW treibt digitale Innovation in seinen Werken seit mehr als fünf Jahren voran. Der Automobilhersteller setzt mittlerweile auf Virtual und Augmented Reality, um die Produktion zu optimieren, Mitarbeiter zu schulen und Fabriken aus der Ferne umzugestalten. Diese Technologien senken die Kosten, sparen Zeit und machen komplexe Abläufe transparenter.

Das Unternehmen startete seine 3D-Digitalisierungsinitiative im Rahmen der Industrie-4.0-Strategie. Hochpräzise 3D-Laserscanner erfassen gesamte Produktionsstraßen und erstellen exakte geometrische Modelle in Form von Punktewolken. Diese digitalen Zwillinge ermöglichen es Ingenieuren, Werke in den USA oder China direkt aus München umzuplanen – Reisen entfallen, Änderungen lassen sich schneller umsetzen.

Virtual Reality spielt eine zentrale Rolle bei der Planung und Erprobung neuer Produktionslayouts. Teams bewegen sich durch VR-Modelle, als würden sie ein Computerspiel durchlaufen, und passen Montageabläufe an, bevor physische Umbauten erfolgen. Diese Methode verhindert teure Fehler und optimiert Arbeitsprozesse, noch bevor sie in die Praxis umgesetzt werden.

Auch Augmented Reality revolutioniert die Schulung und Qualitätssicherung. Neue Mitarbeiter lernen Abläufe direkt an der Produktionsstraße mit AR-Overlays, die Anleitungen oder Videos in Echtzeit einblenden. Das System unterstützt mehrere Arbeiter gleichzeitig und macht die Einarbeitung schneller und einheitlicher.

BMW testet AR zudem für weitere Aufgaben, etwa um Mitarbeiter zu Fahrzeugen zu leiten, die in der Qualitätsdatenbank als fehlerhaft markiert sind. Selbst AR-Brillen für manuelle Nacharbeiten werden erwogen – allerdings gibt es noch Bedenken, ob Mitarbeiter sie über ganze Schichten tragen würden. Gleichzeitig verbessert die 3D-Digitalisierung weiterhin die Logistik: Materialflüsse werden effizienter und transparenter über alle Standorte hinweg.

Der Einsatz von VR und AR hat bei BMW bereits Kosten gesenkt und die Flexibilität in der globalen Produktion erhöht. Digitale Planungstools ermöglichen schnellere Anpassungen der Fertigungsstraßen, während AR-Schulungen Fehler reduzieren und Lernprozesse beschleunigen. Mit zunehmender Verbreitung dürften diese Technologien zum festen Bestandteil des Produktionsprozesses werden.

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